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Posts Tagged ‘Webkante’

Gestern Nacht ist die Außenseite des Mantels weitgehend fertig geworden. Zwar muss die Rundung bei den angestückelten Teilen nachgearbeitet und das abgeschnitten werden, was übersteht, aber dann kann ich mit dem Futter weitermachen. Den Stoff dafür habe ich schon analog der Außenseite in zwei 75 cm breite Bahnen geschnitten.

Alles in allem ein guter Zeitpunkt für ein Zwischenfazit.

Als erstes fällt auf, dass Webkanten heute auch nicht mehr sind, was sie früher waren. Im Mittelalter waren die Webkanten besonders fest gewebt und wohl auch sehr gerade. An modernen (Woll-)Stoffen sind sie teilweise lockerer als der Stoff selber (z.B. bei dem für die Außenseite verwendeten Loden) und unregelmäßig bogig geschwungen. Entsprechend unregelmäßig ist auch die Naht. Tja …
Im Ergebnis war es nicht die beste aller Ideen, die Webkante mitzuverwenden.

Und noch etwas nervt an modernen Webkanten: Wahrscheinlich, um die lockere Webkante zu verstärken, wurden in beide von mir verwendeten Stoffe Fäden aus anderen Materialien eingewebt. Beim Loden war es wohl ein Baumwollmischgewebe, beim Wollstoff für das Futter ein Nylonfaden.
Diese Fäden zu entfernen war extrem lästig, was einen weiteren Grund liefert, die Webkante beim nächsten Mal einfach abzuschneiden.

Aber etwas Positives habe ich auch: Elisabethnähte gewinnen deutlich an Reiz, wenn man mit kleinen, eng aneinander sitzenden Stichen arbeitet.

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