Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Vorstich’

Die Cotte ist überwiegend zusammengenäht. Dieses Mal habe ich, beginnend bei den Ärmeln sofort versäubert, d. h. so bald der Faden zuende war, die Naht umgeklappt und mit Überwendlingsstichen befestigt. Diese Methode bremst zwar das reine Nähtempo (sonst wäre ich damit längst durch), hat aber den riesigen Vorteil, dass ich mich nicht mit Engstellen abquälen muss, sondern immer ein ausreichend großes Loch hat, um den Stoff bequem fassen zu können.

Jetzt fehlen nur noch die Geren in den Reitschlitzen, die Armabschlüsse an den Handgelenken und der Ausschnitt. Ich hatte gehofft, damit im Laufe des Wochenendes fertig zu werden, aber offenbar schaffe ich es nicht, ein Kleidungsstück pannenfrei zusammenzusetzen: Dieses Mal betrifft es den Reitschlitz. Gleich die erste Gere ist von der falschen Seite her angenäht, so dass der noch zu versäubernde Stoffstreifen außen läge. Also alles wieder auftrennen …
Dabei erweist sich einmal mehr, dass es wirklich nur eine Legende ist, mit Vorstich genähte Nähte hielten nicht, bzw. man müsse nur an einem Ende ziehen, dann käme der Faden herausgeflutscht. Nix da. Das mag bei Seide funktionieren. Aber bei mit Leinengarn genähter Wolle muss man jeden Stich einzeln aufdröseln. Und um den Stoff nicht zu sehr zu strapazieren, empfiehlt es sich, den Faden alle zehn bis fünfzehn Stiche abzuschneiden. Spaß macht das gerade nicht.

Read Full Post »

Mittelalterliche Armkugel nach Katrin Kania.

Es geht voran. Inzwischen sind die Seitennähte geschlossen und die Ärmel eingesetzt. Die verursachen allerdings ziemliche Beulen auf dem Rücken,

Zu viel Stoff im Rücken

Zu viel Stoff im Rücken

weshalb ich die Nähte noch nicht umgeklappt und versäubert habe, sondern noch überlege, entweder den Ärmelausschnitt auf dem Rücken tiefer auszuschneiden oder die Ärmelrundung abzuflachen. Momentan bevorzuge ich die Lösung, die Rundung abzuflachen, weil mit jeder Erweiterung des Armausschnitts auch der Radius größer wird. Irgendwann könnte der Ärmel nicht mehr passen und das wäre dann richtig ärgerlich.

Stumpf zulaufender V-Ausschnitt

Stumpf zulaufender V-Ausschnitt

Das Problem muss aber zurückstehen. Jetzt ist erstmal der Ausschnitt dran. Der ist ziemlich tief und v-förmig. Da die Vorderbahn (infolge eine Verwechslung beim Zuschnitt) allerdings 3 cm ist, als die auf dem Rücken, musste ich den Schulterbereich angleichen. Daher habe ich den Ausschnitt nicht spitz, sondern trapezförmig zugeschnitten, d. h. anstelle in einer Spitze endet der Ausschnitt in einer ca. 3 cm breite Fläche.

Insgesamt werden das neun Reihen

Insgesamt werden das neun Reihen

Um daraus einen spitzen Ausschnitt zu machen, der die Breite angleicht, habe ich den Stoff unterhalb dieser Fläche wie bei Smokarbeiten eingereiht und die Reihfäden dann festgezogen, so dass sich der Stoff in viele kleine Fältchen gelegt hat. Diese Fältchen habe ich anschließend mit Überwendlingsstichen auf der Rückseite fixiert.

Die Falten nach dem Fixieren

Die Falten nach dem Fixieren

Sie verschwinden zwar nachher unter dem Besatz, aber ich hoffe auf diese Weise einen schöneren Faltenwurf unterhalb des Besatzes zu erzielen, als wenn ich den einfach so aufgenäht hätte.

Zur Zeit nähe ich gerade die Besätze auf. Dabei handelt es sich um zwei Streifen aus krapp-orange-farbiger Seide, die ich wie üblich zuerst von links (innen) mit Vorstichen festnähe,

Besatz vor dem Umklappen

Besatz vor dem Umklappen

dann umklappe und –  damit sie gut halten – an der Kante noch einmal feststeppe.

Im nächsten Schritt wird die noch offene Schnittkante untergeschlagen und ebenfalls festgesteppt.

Oben: Besatz auf rechts gewendet

Oben: Besatz auf rechts gewendet

Read Full Post »

… und meine Kinder haben kaum noch heile Hosen. Höchste Zeit daran etwas zu ändern. Höchste Zeit für ein paar Flickarbeiten.

Das Erste wurde eine aufgehende Sonne.

Einen gelben Stoffrest hatte ich noch. Damit daraus eine Sonne wird, wird mit Kugelschreiber ein Kreis auf die Rückseite  gemalt, dessen Durchmesser in etwa der Länge des Risses entspricht (ein Halbkreis zwar täte es auch, aber dann müsste ich präziser arbeiten und dazu habe ich bei Flickarbeiten wenig Lust). Dann wird der Kreis ausgeschnitten und in den Riss geschoben, dass die „Sonne“ den Riss vollständig ausfüllt.

Damit beim Nähen nichts verrutscht, habe ich den Flicken anschließend mit Textilkleber festgeklebt. Nachdem der getrocknet war, habe ich zuerst die „Spiegelung“ unten gestickt. Als Material diente normales Nähgarn. Bei den Stichen handelt es sich um einfache Vorstiche, die ohne festgelegtes Muster über- und nebeneinander gesetzt wurden. Erst danach wurde die Sonne mit kleinen Plattstichen befestigt.

Die Sonne geht auf – oder unter?

Read Full Post »

Gerade habe ich die Seite über die Grundlagen des Nähens um eine Unterseite mit den häufigsten Sticharten ergänzt. Auch die Seite wird weiter wachsen, je nachdem, woran ich gerade arbeite.

Read Full Post »