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Posts Tagged ‘Süßes’

Umzüge sind spannend. Die Umgebung wird fremd, noch bevor man weg ist. Räume werden kälter und bekommen Hall. Kartonwälle säumen die Wände und Dinge, die man für selbstverständlich nimmt, verschwinden.
Dumm, wenn es Dinge sind, die man noch braucht.
Ich hatte meiner Familie Schokopudding versprochen. Den ohne Kochen, denn den anderen mag mein Jüngster nicht. Wir hatten noch größere Vorräte und was man im Magen hat, muss man nicht packen. Dann beschloss mein Mann, die Vorräte einzupacken. Auch das Puddingpulver.
Kein Schokopudding? Das wäre ein trauriges Ende eines anstrengenden Tages. Aber deshalb diverse Kartons durchsuchen?

Gut, wenn man eine Alternative findet.
Ich mag den echten (also den gekochten) Schokopudding ja sowieso lieber. Vor allem, wenn noch 50 g Kuvertüre mit reinkommen. Allerdings hatte ich nicht bedacht, dass der Zucker inzwischen auch schon weggepackt war. Wir hatten aber noch Würfelzucker (und notfalls hätte ich es auch mit Honig probiert).
Da sich Puddingpulver schlecht mit Zuckerwürfeln mischen lässt, habe ich das Pulver ohne Zucker angerührt und den Zucker in der heißen Milch gelöst. Dann das angerührte Pulver dazu, 50 g  grob gehackte Kuvertüre untergerührt und gut.
Das heißt, nicht ganz. Wie gesagt, mag mein Jüngster keinen gekochten Pudding. Es sei denn, man rührt nach dem Abkühlen geschlagene Sahne drunter. Eigentlich kein Problem, Sahne hatten wir. Allerdings war der Mixer … Genau! Aber einer der Schneebesen war noch da. Jetzt wissen wir, was für eine Errungenschaft Elektrogeräte sind. Sahne auf diese Weise zu schlagen geht extrem auf die Unterarme. Aber mit vereinten Kräften haben wir sie steif bekommen.

Um dann nach dem Abendessen festzustellen, dass die Glasschüsselchen … Genau.
Ebenso die großen Gläser.
Aber die Kaffeepötte waren noch da.

Improvisation ist alles.

 

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Obwohl mein Paradies gerade mal fünf Gehminuten von der Wohnung entfernt liegt, bin ich viel zu selten dort. Wie es sich für ein echtes Paradies gehört, ist der Weg dorthin schmal und gewunden und schwer zu finden. Er endet vor einer hohen Tür. Sie ist natürlich verschlossen. Eine dicke Kette windet sich wie eine große, rostrote Schlange gleich mehrfach durch beide Flügel. Man bräuchte eine Flex, um sie zu knacken. Aber ein findiger Mensch hat statt dessen den Maschendraht der Torfüllung aufgeschnitten und sorgsam eingerollt, so dass nun nur noch Brombeerranken den Eingang bewachen.
Schiebt man sie beiseite, ist man in einer anderen Welt, denn hinter dem Tor beginnt ein Wald. Kein gewöhnlicher Wald, sondern einer aus Brombeergestrüpp, Weiden, Obstbäumen und Holundersträuchern. Das hier war vielleicht mal eine Streuobstwiese, aber jetzt ist es eine Wildnis. Eine Schlange gibt es hier nicht, nur Kaninchen und Eidechsen auf den Lichtungen, die man erst im Weghuschen sieht. Vogelgesang hängt in der Luft. Es riecht nach Harz und feuchtem Laub. Ein schmaler Pfad windet sich unter den Bäumen hindurch. Ihm zu folgen ist nicht leicht, denn die Bäume sind alt und struppig, voller Spechtlöcher und Käuzchenhöhlen. In ihren Ästen hängen verkrüppelte saure Äpfel, winzige Hauszwetschgen, mehligsüße Mirabellen und Kirschen, die kaum mehr sind, als der Kern. Im Moment gibt es vor allem Brombeeren.

Wegen der Brombeeren war ich heute dort. Sie sind nicht leicht zu pflücken, denn die Hecken sind so groß wie Wälle und die reifen Beeren hängen ganz oben. Ärgerlich ist außerdem, dass Brombeeren oft zusammen mit Brennesseln wachsen. Sie machen sehr deutlich klar, dass es eine außerordentlich dumme Idee ist, auf feste Schuhe zu verzichten, nur weil gerade Sommer ist. Naja, andererseits habe ich etwas für die Durchblutung und gegen Gicht getan.
Die Brombeeren sind die paar Stiche wert. Sie sind riesig, zum Platzen prall und so süß, wie es sich für Paradiesfrüchte gehört. Ein Kilo habe ich gesammelt. Sie stehen jetzt, gut gezuckert, im Kühlschrank und warten darauf, morgen mit Zimt und Sternanis eingekocht zu werden.

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Im Kühlschrank steht ein Päckchen Speisequark, das dringend weg muss. Außerdem ist von gestern noch ein Eiweiß übrig. Apfelmus ist auch noch da.

Also mache ich die Kinder glücklich und backe Plinsen.

Zutaten:

  • 2 Eier getrennt
  • 250 g Magerquark
  • 75 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillinzucker (oder 1 EL Vanillezucker, selbst gemacht)
  • 3 EL Milch
  • Butterschmalz oder Öl zum Braten
  • Puderzucker zum Bestäuben

Das zusätzliche Eiweiß macht die Plinsen noch ein bisschen lockerer.

Zubereitung:

  1. Eigelb, Zucker und Quark verrühren. Das Mehl dazu geben und kurz unterrühren.
  2. Das Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben.
  3. Bei mäßiger Hitze etwas Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne zerlassen. Für jede Plinse einen Esslöffel Teig hineingeben (je nach Größe der Pfanne und des Löffels kann man 4 – 8 Plinsen gleichzeitig backen) und von beiden Seiten hellbraun ausbacken. Danach mit dem übrigen Teig genauso verfahren, bis alles aufgebraucht ist.
  4. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Als Beilage passt außer Apfelmus auch jedes ander Obstkompott.

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Dieses Rezept ist entstanden, weil im Obstkorb vier schon ziemlich braune Bananen lagen, die niemand freiwillig gegessen hätte. Aber sie wegzuwerfen ging mir gegen den Strich. Also habe ich sie in einem Schmarrn verarbeitet. Gegenüber dem „normalen“ Kaiserschmarrn habe ich ein Ei weniger verwendet und den Esslöffel Zucker und die Rosinen weggelassen, die normalerweise hineingehört hätten.

Zutaten:

  • 4 Eier
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 50 g Butter, zerlassen
  • 4 braun gewordene Bananen
  • Butter zum Braten
  • Puderzucker

Zubereitung:

  1. Die Butter in einem Pfännchen bei milder Hitze zerlassen und abkühlen lassen.
  2. Inzwischen die Bananen zermatschen, die Eier trennen und die Eiweiß kühl stellen.
  3. Eigelb mit dem Vanillezucker und einer Prise Salz mit dem Handrührgerät schaumig aufschlagen. Den Bananenbrei unterrühten.
  4. Nach und nach Mehl und Milch einrühren, bis alles aufgebraucht ist, dann die zerlassene Butter unterrühren.
  5. Eiweiß zu einem festen Eischnee aufschlagen und mit einem Löffel langsam aber gründlich unter die Teigmasse heben. Es sollten keine Eiweißflocken mehr zu sehen sein.
  6. Butter in einer großen beschichteten Pfanne zerlassen und den Teig eingießen. Das Zeug hat ein ziemliches Volumen und geht in der Pfanne weiter auf. Die übliche Methode, es erst zu drehen, wenn  es unten schön braun ist und die Masse auch in der Mitte zu stocken beginnt, funktioniert hier deutlich nicht. Ich musste schon viel früher mit dem Wenden beginnen, weil es trotz reduzierter Hitze unten sehr dunkel wurde. Dadurch hat sich auch das Zupfen am Ende erledigt. Bei alledem ist der Schmarrn aber schön locker geblieben.
    Wer es nicht eilig hat, sollte den Teig trotzdem besser in zwei Portionen backen und die erste im Backofen in einer mit einem umgedrehten Teller abgedeckten Schüssel warm halten.
  7. Vor dem Anrichten mit Puderzucker bestäuben.

Dazu gab es Apfelmus.

Die Menge reichte so gerade für zwei sehr hungrige Kinder und eine Erwachsene. Selbst das Kind, das keine Bananen mag (ja, so etwas gibt es), hat sich zweimal nachgenommen.

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