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Posts Tagged ‘selbermachen’

Gerade hatte ich eine Diskussion dazu, Käse selber herzustellen. Die meisten schlugen die Zugabe von Zitrone vor. In Indien gibt es wohl eine dementsprechende Tradition. Hier verwendet man allerdings meistens Lab, einen Stoff, der aus Kälbermägen gewonnen wird (bzw. heute auch aus Pilzen). Das hat mich auf die Idee gebracht, es mal mit Labkräutern zu versuchen. Das echte Labkraut heißt mit anderem Namen auch Gelbes Käselabkraut und auf englisch „Cheese rennet“ und Chester-Käse wird auch heute noch unter Zugabe von Labkraut hergestellt.
Jetzt habe ich große Lust bekommen, das auch mal auszuprobieren. Allerdings blüht Labkraut erst etwa ab Mai, so dass erst dann eine sichere Identifizierung möglich ist. Im Garten wächst zwar auch eine der vielen Labkrautarten – aber Käse mit Waldmeistergeschmack kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Vielleicht werde ich hier aber demnächst über Labkrautkäse berichten.

Da die Blüten des echten Labkrauts nach Mandeln und Honig riechen sollen,  möchte ich außerdem versuchen, ein paar Pflanzen für den Garten zu bekommen.

 

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Fertige Finelinerskizze

Fertige Finelinerskizze

Nicht nur die Kinder, auch die Mama hat gelegentlich eine durchgewetzte Hose und braucht einen Flicken. Und weil ich nun mal die sogenannten keltische Muster mag, habe ich eins als Vorlage genommen. Das Original stammt aus dem Buch „The celtic art source book“ von Courtney Davis, aber für meine Zwecke habe ich es so stark vereinfacht und so verändert, dass allenfalls noch die Idee identisch ist.

Als Material für den Flicken diente die Rückenpartie eines ohnehin zerschnittenen alten Kindersweatshirts. Zuerst habe ich mit Bleistift den Kreuzmittelpunkt markiert, dann die Arme des Kreuzes gezeichnet und schließlich den Kreis geschlagen.

So sah das Ganze nach dem Bügeln aus.

So sah das Ganze nach dem Bügeln aus.

Da der Stoff auf Zug sofort reagiert, ging das nur so ungefähr, weshalb ich anschließend alles mit Fineliner nachzeichnen musste. Auch die feinen Linien und die Details sind mit Fineliner gezeichnet, allerdings ohne Vorzeichnung. Bei dem einen Tiermotiv sieht man das auch; da habe ich mich nämlich verzeichnet. Da der Stoff ziemlich saugt, ist der Farbauftrag sehr ungleichmäßig – ein Problem, das sich später, beim Ausmalen noch verstärkt hat. Ich weiß nicht, ob das ein Problem dieses Stoffs oder von gewirkten Stoffen allgemein ist. Auf gewebten Stoffen verläuft die Farbe m. E. weniger bzw. gleichmäßiger

Das zweite Problem ist, dass sich der Textilkleber an einigen Stellen durch den Stoff gesaugt und unschöne Flecken verursacht hat.

Fertiger Flicken

Fertiger Flicken

Um diese Wirkung abzumildern, bzw. die Konturen stärker hervorzuheben und den Flicken gleichzeitig besser zu befestigen, habe ich die Umrisse des Kreuzes und des Kreises nachgestickt und die Ornamente innerhalb des Kreuzes ebenfalls ausgestickt. Für die Ornamente innerhalb des Kreuzes und das Kreuz selber habe ich einen Kettstich verwendet; der Kreisbogen ist mit kleinen Steppstichen nachgearbeitet.

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Gestern abend habe ich mit dem Zuschnitt der langen seitlichen Geren angefangen. Zum Glück eignet sich auch unser jetziger Wohnzimmerteppich gut zum Feststecken des Stoffs. Um das Ganze ein bisschen zu beschleunigen, habe ich beschlossen, beide Geren gleichzeitig zuzuschneiden.

Also habe ich sie möglichst genau aufeinander gelegt, festgesteckt und danach wie immer einen Faden quer über den Stoff gespannt. Allerdings werden die Geren nicht ganz spitz zugeschnitten, sondern bekommen statt dessen eine schmale Kante. Da mein Zentimetermaß mal wieder streunt, habe ich deren Breite mithilfe des Zeigefingers bestimmt (Fingerspitze bis zweites Fingerglied).

So weit, so einfach. Ich hatte gehofft, im nachsten Schritt den späteren Schnittverlauf mit Kreide aufmalen zu können. Aber das war ein Satz mit X. Ob es nun am zu weichen Untergrund lag oder daran, dass die Schneiderkreide schon älter ist – jedenfalls war außer ein paar Tupfen und kurzen Strichen nichts zu sehen.
Also hieß es mal wieder Reihen. Dabei nähe ich den Spannfaden mit langen Stichen auf den Stoff. Damit die beiden Stoffbahnen nicht gegeneinander verrutschen, habe ich sie entlang des Fadenverlaufs und zusätzlich seitlich mit Stecknadeln fixiert. Trotzdem sind die Geren nicht 100% gerade. Das macht aber nichts, das erledigt sich beim Nähen von alleine.

Jetzt muss ich noch die Ärmel zuschneiden. Außerdem überlege ich, in Hüfthöhe noch zwei kürzere Geren einzusetzen, um das Rockteil noch weiter zu machen.

Aber bevor ich damit beginne, werden die langen Geren an Vorder- und Rückenbahn festgenäht. Die Seide franst nämlich noch schrecklicher aus als Leinen. Der Punkt für einfache Verarbeitung geht damit eindeutig an Wolle.

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Heute abend habe ich mit dem Zuschnitt meines Seidenkleids angefangen. Höchste Zeit, denn in ein paar Wochen fängt die Mittelaltersaison wieder an.

Die rote Seide ist leider immer noch nicht wieder aufgetaucht. Also muss die blaue dran glauben. Leider war sie ziemlich verknittert. Erst feucht und viel zu heiß gebügelt, gingen die Falten halbwegs raus.

Als ich sie dann, nach gut einer Stunde einigermaßen glatt hatte, habe ich mit voller Absicht eine neue Falte reingebügelt. Einmal quer zur Bahn, um die Länge des Kleides zu markieren. Normalerweise schneide ich bei 140 cm breiten Bahnen einfach zwei schmalere Streifen quer ab, einen für das Vorder- und einen für das Rückenteil. Das Kleid wird dadurch etwa knöchellang. Aber dieses Mal wollte ich in die Vollen gehen und habe mich in der Länge nach der Spannweite meiner Arme gerichtet und noch ein bisschen zugegeben. Das dürften so etwa 180 bis 190 cm sein. Gemessen habe ich es nicht.
Anschließend habe ich dieses Stück längs in drei gleichbreite Streifen geschnitten, weil die genau meiner Schulterbreite entsprechen. Dementsprechend wird aus einem dieser Streifen die Vorder- und aus dem zweiten die Rückenbahn. Aus dem dritten mache ich Ärmel.

Danach habe ich von dem Ausgangsstoff quer zum Fadenlauf zwei weitere Streifen für die Seitengeren abgeschnitten. Sie sind je eine Elle breit.
Jetzt kommt die interessante Aufgabe, sie diagonal in Dreiecke zu schneiden. In der alten Wohnung habe ich dafür den Stoff auf dem Wohnzimmerteppich festgeheftet, einen Faden in der Diagonale gespannt und danach den Fadenverlauf erst mit Stecknadeln und dann mit Reihstichen fixiert. Aber diesen Teppich gibt es nicht mehr. Mal schauen, wie geeignet die anderen sind.

Aber das muss bis morgen warten.

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Warum nur kann ich meine Klappe nicht halten? Als es kalt wurde, stellte der Große fest, dass er keine passende Mütze mehr hat. Was ja eigentlich kein Problem ist. Jedenfalls nicht, wenn man in der Großstadt wohnt und alles quasi vor der Tür hat. Wir sind also frohen Muts losgezogen, aber schon beim ersten Geschäft gabs ein langes Gesicht und das wurde zunehmend länger. Die Formen waren durchaus genehm, aber die Farben …

In dem Punkt muss ich ihm allerdings recht geben. Falls man unter all‘ dem grau und schwarz mal irgend eine Farbe findet, hat auch die einen Graustich. Wer glaubt eigentlich, dass so triste Farben cool wären? Meine Jungs finden das jedenfalls nicht und auch auf mich wirken Klamotten für Jungs wirken schon im Regal abgegriffen, schäbig und ein bisschen so, als würden sie aus Altersgründen müffeln.

Vermutlich ist mir deswegen irgendwann ist mir dann der Satz rausgerutscht, da wär’s ja besser, gleich selber zu stricken.
Große Kinderaugen. „Kannst du? Bitte!“
Na gut.

Vorgestern habe ich Sockenwolle besorgt und heute morgen ist er mit der neuen Mütze in die Schule gezogen.

Wollmütze

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Ein Artikel darüber, was beim Nähen historischer Kleidung beachtet werden sollte – und welche Fehler es unbedingt zu vermeiden gilt. Die Autorin ist zwar im 19. und frühen 20. Jahrhundert unterwegs, die Grundsätze gelten aber genauso für andere Jahrhunderte.

Historical sewing

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Einen ganz kleinen nur, ein Vögelchen. Genau genommen ist er sogar zu klein. Die Vorlage stammt natürlich wieder von der Glockenkasel aus St. Paul im Lavanttal, deren Muster ich schon seit einiger Zeit nachsticke. Allerdings habe ich hier nicht richtig hingeguckt und dadurch 6 Reihen weniger genutzt, als in der Originalvorlage.

Vogelmotiv nach einer Vorlage aus dem 12. Jahrhundert

Mein Vögelchen – etwas zu kurz, aber niedlich.

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