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Posts Tagged ‘Plattstich’

Noch etwas ist beim Umzug wieder aufgetaucht: Das Ringkissen von unserer Hochzeit.

Ein kleiner Schatz: Das Ringkissen von unserer Hochzeit

Ein kleiner Schatz: Das Ringkissen von unserer Hochzeit

Die Stickerei ist Feder-, Stiel-, Platt- und Bouillonstich in Baumwollgarn auf Seide. Auch die Bändchen zum Festknoten der Ringe sind aus Baumwolle.
Damals, als ich das Kissen gemacht habe, fand ich alles furchtbar ungleichmäßig und dilletantisch, aber jetzt beim Wiederfinden hat es mir doch ein bisschen den Atem verschlagen.

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… und meine Kinder haben kaum noch heile Hosen. Höchste Zeit daran etwas zu ändern. Höchste Zeit für ein paar Flickarbeiten.

Das Erste wurde eine aufgehende Sonne.

Einen gelben Stoffrest hatte ich noch. Damit daraus eine Sonne wird, wird mit Kugelschreiber ein Kreis auf die Rückseite  gemalt, dessen Durchmesser in etwa der Länge des Risses entspricht (ein Halbkreis zwar täte es auch, aber dann müsste ich präziser arbeiten und dazu habe ich bei Flickarbeiten wenig Lust). Dann wird der Kreis ausgeschnitten und in den Riss geschoben, dass die „Sonne“ den Riss vollständig ausfüllt.

Damit beim Nähen nichts verrutscht, habe ich den Flicken anschließend mit Textilkleber festgeklebt. Nachdem der getrocknet war, habe ich zuerst die „Spiegelung“ unten gestickt. Als Material diente normales Nähgarn. Bei den Stichen handelt es sich um einfache Vorstiche, die ohne festgelegtes Muster über- und nebeneinander gesetzt wurden. Erst danach wurde die Sonne mit kleinen Plattstichen befestigt.

Die Sonne geht auf – oder unter?

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Nach einigen Experimenten mit einfarbigem Stickgarn, zur Erzeugung von Oberflächenstrukturen durch Wechsel der Stichrichtung, habe ich jetzt begonnen, die noch erhaltenen farbigen Muster auf der Glockenkasel aus St. Paul im Lavanttal nachzuarbeiten. Auch hier läuft der Stich meist senkrecht zu den Musterlinien, so dass ich inzwischen vermute, dass die Stickereien ursprünglich durchgehend mehrfarbig ausgeführt waren, und sich der jetzt prägende braun-gelbe Grundton daher rührt, dass viele der Farben mit der Zeit verblasst sind.

Das sind die Muster, die ich bisher nachgearbeitet habe:

Stickereien nach Vorlagen aus dem 12. Jahrhundert

Drei fertige Kreuzmuster

Das Muster oben links werde ich vermutlich noch einmal in gelb-orange ausführen, weil mit die Farbwirkung besser gefällt.
Links entsteht das, was ich für mich selber als E-F-Muster getauft habe.

Alle Muster sind mit sehr kurzen Plattstichen über einem Spannstich ausgeführt.

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Nicht, dass ich nichts zu tun hätte, aber gestern hat mich die Lust gepackt mal wieder was hübsches, buntes mit Nadel und Faden zu machen. Etwas gesticktes nach Möglichkeit …
Allerdings wusste ich nicht so recht, was.
Da ist es von Vorteil, zwei Söhne zu haben. Söhne sorgen durch die bloße Existenz dafür, dass nie Mangel an kleinen Näh- und Flickprojekten herrscht. Ein Griff in die Handarbeitskiste und ich hatte eine Hose mit Loch neben dem Knie und einer dünnen Stelle darunter in der Hand. Eine ungewöhnliche Kombination; sonst sind immer nur die Knie durchgescheuert.

Die Idee lag nahe, beide Stellen irgendwie zu verbinden. Oben was Großes, unten was Kleines, beides verbunden, das gibt – einen Heißluftballon.
Kurze Rücksprache mit Kind, ob Heißluftballons nicht uncool sind?
Sind sie nicht.
„Ok, welche Farben?“
„Du wirst schon die richtigen finden.“
Na, dann … Obwohl ich weiß, dass er poppige Farben mag, entscheide ich mich für ein eher gedecktes Grün für den Ballon in Kombination mit Orange- und Blautönen. Dazu ein bisschen Gold. Nicht nur Mädchen lieben Glitter.

Das ist schließlich Heißluftballondaraus geworden:

Die Ballonform habe ich direkt auf den Stoff gemalt, ausgeschnitten und mit Textilkleber über das größere Loch geklebt. Leider habe ich zu spät bemerkt, dass ich etwas von dem Kleber an den Daumen bekommen habe. Deshalb hat der Ballon jetzt einen kleinen Fleck.

Da sich geklebte Flicken nach ein paar Wäschen wieder lösen, ist es sinnvoll, sie zusätzlich festzunähen. Und was man nähen muss, kann man auch Sticken.
Den Nahtverlauf habe ich wieder aufgemalt. Was nicht übernäht wird, verschwindet bei der nächsten Wäsche.

Für die langen Querbänder habe ich Goldfaden aus Metallic-Draht genommen, die kürzeren sind aus normalem Baumwollstickgarn. Beide sind – genau wie die unteren Halteseile –  in Anlegetechnik aufgestickt.

Goldstickerei

In Anlegetechnik aufgesticktes Metallic-Garn

Mit dieser Form des Stickens hatte ich bisher noch keine Erfahrung, wollte sie aber schon seit einer Weile ausprobieren. Im Regal liegt nämlich noch ein Röllchen echter Goldlahn …

Auf Dauer war mir das Gewurstel mit zwei Fäden aber zu umständlich, deshalb habe ich die restlichen Halteseile im Spaltstich gestickt.
Außerdem musste ich eine Umrandung um den Ballon sticken, weil der Stoff leider furchtbar franst. Diese Umrandung habe ich in einer Art Plattstich ausgeführt.
Die Gondel ist ebenfalls im Plattstich ausgeführt, in den anschließend ein zweiter Faden verwebt wurde. Der kleine, heraushängende Faden ist eigentlich der lose Anfang eines der Fäden, mit denen ich die Halteseile umstickt habe.  Statt einen Knoten zu machen lasse diese Enden oft herausstehen und versäubere sie sie später. Hier passte der Faden aber wunderbar ins Bild – ein Halteseil, vielleicht gerissen, vielleicht aber auch, um den Ballon irgendwann, irgendwo wieder fest zu machen.

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