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Posts Tagged ‘Mittelalterszene’

Das Mittelalterforum hat die Sperrung rückgängig gemacht. Ich darf wieder mitreden. Dafür ist der Mod, der die Sperrung veranlasst hat, kein Mod mehr.

Nun hoffe ich, dass auch die anderen, von ihm ausgesprochenen Sperrungen überprüft werden, da ich stark vermute, dass nicht nur in meinem Fall eine Überreaktion vorlag.

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Man hat mich heute aus dem Mittelalterforum geworfen. Der Grund: Nachdem in einer Diskussion mehrere Zitate von den Moderatoren unter Hinweis auf mögliche Urheberrechtsverletzung gelöscht wurden, habe darauf hingewiesen, dass ordnungsgemäß gekennzeichnete Zitate keinen Verstoß gegen das Urheberrecht darstellen und erklärt, was ein Zitat von einem Plagiat unterscheidet.

Am nächsten Morgen war mein Account gesperrt.

Eine Begründung gab es nicht (Auch wenn, wie ich jetzt gesehen habe, im betreffenden Thread etwas anderes behauptet wird).

Solche Rauswürfe sind dort kein Einzelfall. Ein Bekannter flog raus, weil er darauf hingewiesen hat, dass „Schatzsuche“ gegen geltendes Recht verstößt. Ein anderes Mitglied wurde offenbar rausgeschmissen, weil es sich in Bekleidungsfragen als beratungsresistent erwiesen hat (dabei treiben sich im Forum diverse bekennende GroMis rum und das Thema schon im LARP-Thread).
Eine Bewertung dieses Verhaltens spare ich mir. Ich denke, die Umstände sprechen für sich.

Ob es allerdings eine besonders gute Werbung für den Forenbetreiber, den Mittelalterladen Mainz darstellt, wage ich aber zu bezweifeln.

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Vielleicht hat sich der eine oder andere über den galligen Artikel zur Mittelalterszene gewundert. Was mir so übel aufstößt, lässt sich vielleicht durch zwei Videos illustrieren. Jedes von ihnen zeigt einen Pol dessen, was unter Mittelalterszene oder Mittelalterdarstellung verstanden wird.

Das erste Video ist ein Bericht über einen Markt auf Burg Aggstein. Ich meine, dass die Auswahl der Interviewbeiträge sicher tendentiös war, die Darsteller sich aber letztlich selber. Trotzdem hat sich ein österreichisches „Magazin für erlebbare Geschichte“ darüber echauffiert, dass hier angeblich ein guter Markt schlecht geredet würde.

In dem zweiten Bericht erklärt eine Darstellerin die Anfertigung einer Schreibfeder. Das Video entstand bei einem Living History event von English Heritage auf Kenilworth Castle. Die Darstellerin weiß offensichtlich, wovon sie spricht und ihre Ausrüstung bringt mich zum Träumen (auch, wenn es so gar nicht „meine“ Zeit ist).

Aus meinen Kommentaren wir schon deutlich, wem ich mehr Respekt entgegen bringe. In vielen Mitgliederforen wird jedoch erwartet, dass Darstellern, die ihr Wissen aus Spielfilmen beziehen und den Bau der Pyramiden ins Spätmittelalter datieren mindestens der gleiche Anspruch darauf zugestanden wird, ihr „Wissen“ zu verbreiten und jede Form von Kritik wird damit abgebügelt, dass die ja „nur ihren Spaß“ haben wollen.

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… wir ha’m uns alle lieb.
So ungefähr lautet der ungeschriebene Code of Conduct der meisten Mittelalterforen. Love, Peace and Respect. Nur, dass „Respekt“ oft bedeutet, gefälligst zu respektieren, dass andere „nur ihren Spaß haben“ wollen und dass man sich auch als Kelte, Kriegerprinzessin oder Captn. Jack Sparrow total mittelalterlich fühlen kann. Ganz logisch, dass sich der geforderte Respekt auch auf die Ausrüstung zu erstrecken hat.
In einigen geht das so weit, dass man keinesfalls, auch nicht auf Nachfrage etwa äußern darf, dass ein Schaller nicht zum Normannenschwert passt und Baumwollsamt überhaupt nicht ins Mittelalter.
Wer gegen diese eiserne Regel des Liebhabens verstößt, ist bestenfalls ein Spaßverderber, schlimmstenfalls ein böser A-Papst, den man in diesen säkulären Zeiten natürlich keinesfalls lieb hat.

Mal ganz ehrlich Leute: Bei euch piepts!

Schon die Idee, es gäbe eine homogene Mittelalterszene, ist absurd. Es gibt in dieser Szene Leute, die dafür leben, Repliken herzustellen, die selbst Archäologen kaum von den Vorlagen unterscheiden können. Die laufen aber nicht unbedingt verkleidet rum. Andere versuchen, ihre Kleidung und Ausrüstung so gut wie möglich an historische Vorlagen anzunähern, was aber nicht heißen muss, dass sie sich mit dem geschichtlichen Hintergrund oder der Geisteshaltung beschäftigen. Genauso ist es aber möglich, dass sie über bestimmte Aspekte extrem gut informiert sind.
Es gibt solche, die „ihre Zeit“ leben wollen und solche, die sich ausdrücklich nur als Darsteller vor Publikum verstehen. Im anderen Extrem gibt es auch die, denen nur vage bewusst ist, dass das Mittelalter irgendwann zwischen Steinzeit und französischer Revolution war und denen eine genauere Datierung auch völlig wurst ist, weil es ihnen nur darum geht, sich wild und ursprünglich zu fühlen und so viel wie möglich zu saufen.
Und natürlich gibt es dazwischen alle möglichen Mischformen.

Das es unter diesen Umständen bestenfalls schwierig ist, einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist eigentlich logisch. Dass befohlenes Liebhaben nicht funktioniert aber auch.

Und allen denjenigen, die mich jetzt in die Schublade mit den bösen  A-Päpstin einsortieren möchten:
Ich bin ein sehr säkulärer Mensch. Von mir aus soll jeder nach seiner Facon selig werden.  Ich verkünde keine Dogmen und bin weit davon entfernt, mich für unfehlbar zu halten. Ich bin sehr für einen fairen Umgang, aber auch für den offenen Austausch von Meinungen und Argumenten. Wer mich fragt, bekommt eine Antwort. Ich kann nur nicht dafür garantieren, dass sie ihm auch passt. Ganz sicher sehe ich es nämlich nicht als meine Aufgabe, jedem, der darum bittet, meinen Segen oder gar Absolution für irgendetwas zu erteilen.

So, das musste gerade mal raus.

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