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Posts Tagged ‘Kräuter’

Gerade hatte ich eine Diskussion dazu, Käse selber herzustellen. Die meisten schlugen die Zugabe von Zitrone vor. In Indien gibt es wohl eine dementsprechende Tradition. Hier verwendet man allerdings meistens Lab, einen Stoff, der aus Kälbermägen gewonnen wird (bzw. heute auch aus Pilzen). Das hat mich auf die Idee gebracht, es mal mit Labkräutern zu versuchen. Das echte Labkraut heißt mit anderem Namen auch Gelbes Käselabkraut und auf englisch „Cheese rennet“ und Chester-Käse wird auch heute noch unter Zugabe von Labkraut hergestellt.
Jetzt habe ich große Lust bekommen, das auch mal auszuprobieren. Allerdings blüht Labkraut erst etwa ab Mai, so dass erst dann eine sichere Identifizierung möglich ist. Im Garten wächst zwar auch eine der vielen Labkrautarten – aber Käse mit Waldmeistergeschmack kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Vielleicht werde ich hier aber demnächst über Labkrautkäse berichten.

Da die Blüten des echten Labkrauts nach Mandeln und Honig riechen sollen,  möchte ich außerdem versuchen, ein paar Pflanzen für den Garten zu bekommen.

 

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Wie schon im letzten Post gesagt, bin ich seit neuestem stolze Gartenbesitzerin. Auch wenn manche das Wort Garten vielleicht ein bisschen übertrieben finden werden, für ein ca. 3 x 5 Meter großes Stück Lehmboden (ohne die Terasse gerechnet). Aber ich will darauf ja keine Selbstversorgung betreiben. Und um bei schönem Wetter mit Freunden zu grillen oder einfach nur draußen zu sitzen, reicht es völlig. Oder wird reichen, wenn die Fahrräder von der Terasse verschwunden sind. Aber im Moment ist ohnehin nicht die Zeit zum draußen sitzen und ein Unterstand für die Fahrräder ist ein anderes Projekt.

Im Moment bin ich dabei, Wege zu schaffen. Als Pfade sind sie zwar vorhanden, aber es gibt einen Nachteil: Mit dem Boden aus unserem Garten ließe sich eine Töpferei betreiben. Wenn es geregnet hat, sollte man auf keinen Fall neben die Trampelpfade treten. Der Boden frisst Schuhe – oder versucht es wenigstens. Mein Jüngster hat die Erfahrung schon gemacht; ein Stiefel blieb stecken und als wir ihn mühsam wieder rausgezogen hatten (den Stiefel), klebten ungefähr drei Kilo Lehm dran. Auf den Pfaden bleibt immerhin nicht ganz so viel hängen. Dafür bilden sich schöne Pfützen. Lehm ist bekanntlich wenig wasserdurchlässig.
Also muss ein Pflaster her. Nun bin ich keine Freundin von Gehwegplatten, auch wenn sie sich gut reinigen lassen und man nur alle paar Monate das Moos zwischen den Ritzen herauskratzen muss, damit sie hübsch ordentlich aussehen. Aber danke, nein, das ist ebenso wenig meine Vorstellung von Garten, wie Rasen umrahmt von Blumenbeeten. Das überlasse ich gerne anderen. In meinen Garten sollen außer Gewürz- und Heilkräutern, ein paar Blumen und Beerensträucher. Die Wege dazwischen dürfen gerne ein bisschen krumm sein und wenn zwischen den Ritzen der Steine Moos wächst oder Gras, dann darf es da bleiben. Und weil damit die normale Gehwegplatte ohnehin nicht in Frage kommt, sammle ich Steine.

Heute habe ich wieder zwei Rucksackladungen von der Baustelle mitgebracht: Kiesel, Solnhofer Plattenbruch, Granit, Sandstein …
Wenn jetzt jemand fragt, warum ich das Zeug nicht beim Bauhof kaufe, statt mich abzuschleppen – warum? Warum etwas kaufen, das es direkt vor der Tür gratis gibt? Warum eine halbe Stunde in den Baumarkt fahren (und die gleiche Zeit zurück), wenn man sich währenddessen im Freien bewegen kann? Und warum etwas Fertiges nehmen, wenn das Gefundene mehr Vielfalt bietet? Mir gefallen gerade die Unterschiede in Größe, Form und Farbe.
Die großen Brocken kommen an den Rand. Dazwischen werde ich später Alyssum und Steinbrechgewächse setzen. Die kleineren pflastern das erste Wegstückchen. Bis alles fertig ist, werde ich noch oft laufen müssen. Aber wenn man von oben guckt, sieht es schon ein kleines bisschen nach Garten aus.Der Anfang ist gemacht

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Heute gibt es mal wieder Kräuter-Dampfnudeln und dazu eine Tomatensauce, die es in sich hat. Genau das Richtige für kühle graue Tage.

Zutaten:

  • 1 mittelgroße Zwiebel,
  • 2 Knoblauchzehen,
  • 250 g Cherrytomaten,
  • 1 grüne Paprika,
  • 1 Dose Mais (285 g EW),
  • 1 Dose Kidneybohnen,
  • 1 Dose Pizzatomaten,
  • 50 g dunkle Kuvertüre,
  • Olivenöl,
  • 1/4 TL Zucker,
  • Salz, 1/2 TL Oregano, Chilipulver, Piment, Kreuzkümmel, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Zwiebel und Knoblauchzehen, schälen, in kleine Würfel schneiden, die Cherrytomaten halbieren, die Paprikaschote waschen, Kerne und weiße Häute rausschneiden, Mais und Bohnen abtropfen lassen.
  2. Öl in einem Topf erhitzen, Zucker, Zwiebeln und Knoblauch zugeben und karamellisieren. Tomaten und Paprika zugeben und kurz durchschwenken. Den Oregano und die Pizzatomaten zugeben und das Ganze ca. 10 min. bei kleiner Hitze einköcheln lassen.
  3. Kuvertüre unterrühren und mit Salz, Chilipulver, Piment, Kreuzkümmel und Pfeffer pikant abschmecken.
  4. Mais und Bohnen zugeben und heiß werden lassen (nicht mehr kochen!).  Nochmal abschmecken und zu den Dampfnudeln essen.

 

Anmerkung:

Nicht über die Kuvertüre wundern. Sie passt wunderbar zu den Tomaten, vertieft das Aroma und gibt der Sauce eine besondere Konsistenz.

Natürlich kann man die Sauce statt zu Dampfnudeln auch zu Reis, Couscous, Nudeln oder Fladenbrot essen. Aber die Kombination mit pikanten Dampfnudeln finde ich ziemlich unschlagbar.

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Im Moment stecke ich bis zum Hals in den Vorbereitungen für die nächsten zwei Termine und komme deshalb kaum zum handarbeiten:

Das erste ist ein Auftritt im Rahmen einer Veranstaltung über Heilpflanzen des Hochmittelalters im botanischen Garten in Frankfurt, bei dem ich eine heilkundige Nonne mime, die die Beschwerden einer Reihe von „Patienten“ nach Rezepten aus dem Causae et curae und anderen hochmittelalterlichen Werken behandelt.
Am Tag drauf treten wir mit dem neuen Programm „Sagenhaft“ auf dem Familienfest im Heidelberger Schloss auf. Mein Part ist eine Legende über den heiligen Martin zu erzählen (ein im Mittelalter sehr populäres Thema) und außerdem den Anfang von Hartmann v. d. Aues „Erec“.

Die Legende vom Hl. Martin habe ich schon zweimal erzählt. Die beiden anderen Parts sind vollkommen neu. Aber seit heute abend steht das Konzept für die Sprechstunde, also bleiben vier Tage um Krankeiten, Diagnose und Therapien auswendig zu lernen und an den Details für den Erec zu feilen.

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Als Snack zwischendurch, Beilage zu allen möglichen Fleischgerichten oder auch als vegetarisches Hauptgericht (dann aber bitte mit Baguette und ausreichend Butter).

Für vier Personen braucht man (als Beilage):

Zutaten:

  • 400 g Wurzelgemüse (Pastinaken, Möhren, Petersilienwurzeln), Kürbis, Süßkartoffel, Kartoffeln oder Tobinambur – das Ganze möglichst als bunte Mischung,
  • 1 gestr. TL  Thymian
  • 1 gestr. TL Rosmarin
  • 1 TL flüssiger Honig
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Ofen auf 200°C vorheizen.
  2. Das Gemüse würfeln; Kartoffeln und Möhren ca. 1/2 cm, Pastinaken, Petersilienwurzel und Tobinambur ca. 1 cm groß, Süßkartoffel und Kürbis etwas größer.
  3. Die Gemüsewürfel in eine große Auflaufform oder die Fettpfanne  des Ofens geben.
  4. Honig, Zitronensaft, Olivenöl und Kräuter mischen und über die Gemüsewürfel geben. Alles salzen und noch einmal gut vermengen.
  5. Mit Alufolie (oder einem gut schließenden Deckel) abdecken und auf mittlerer Schiene 30 Min. backen. Danach einmal durchrühren und 15 Min. offen backen.

 

Guten Appetit!

 

 

 

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Sehr lecker und auch bei Kindern beliebt. Vor allem, wenn es Tomatensauce dazu gibt.

Zutaten:

  • 4 TL getrocknete Kräuter (z.B. Kräuter der Provence, Bohnenkraut, Majoran …)
  • 50 g kräftigen Käse (mittelalter Gouda sollte es mindestens sein, besser ist Bergkäse oder Parmesan)
  • 400 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Ei
  • 300 ml Milch
  • 150 g Butter
  • 1/2 TL Salz

Zubereitung:

100 g Butter in einem Topf bei kleiner Hitze zerlassen. Vom Herd nehmen und 200 ml Milch zugießen.

Kräuter, Mehl, Hefe, Salz und Käse mischen. Das Ei und die Butter-Milch-Mischung dazu geben und alles gut verkneten. Den fertigen Teig 30 – 40 min. gehen lassen.

50 g Butter in einem ofenfesten Topf zerlassen. 100 ml Milch dazu gießen. Den Teig noch einmal durchkneten und daraus 12 Kugeln formen. Die Kugeln in der warmen Milchmischung wenden und im Topf zugedeckt noch einmal 15 min. gehen lassen.

Den Ofen auf 180° C vorheizen. Die Dampfnudeln auf der untersten Einschubleiste 30 min. zugedeckt backen (den Deckel unbedingt geschlossen halten!). Danach weitere 10 min. offen backen.

Sofort servieren.

Tipps:

 

  1. Da die „Nudeln“ ziemlich trocken sind, braucht man unbedingt eine Sauce dazu. Gut passen z. B. eine Tomatensauce und frisch geriebener Parmesan, aber auch Pilzsauce.
  2. Im Sommer kann man natürlich auch frische Kräuter nehmen. Allerdings muss die Menge entsprechend erhöht werden, d.h. 5 EL sollten es schon sein.
  3. Statt mit Käse kann man die Dampfnudeln auch mit klein gewürfeltem ausgelassenen Speck zubereiten.
  4. Übrig gebliebene Dampfnudeln kann man wie Brötchen belegen, z.B. mit Käse, Schinken, Salatblatt, Ei etc.

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