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Posts Tagged ‘Flicken’

Fertige Finelinerskizze

Fertige Finelinerskizze

Nicht nur die Kinder, auch die Mama hat gelegentlich eine durchgewetzte Hose und braucht einen Flicken. Und weil ich nun mal die sogenannten keltische Muster mag, habe ich eins als Vorlage genommen. Das Original stammt aus dem Buch „The celtic art source book“ von Courtney Davis, aber für meine Zwecke habe ich es so stark vereinfacht und so verändert, dass allenfalls noch die Idee identisch ist.

Als Material für den Flicken diente die Rückenpartie eines ohnehin zerschnittenen alten Kindersweatshirts. Zuerst habe ich mit Bleistift den Kreuzmittelpunkt markiert, dann die Arme des Kreuzes gezeichnet und schließlich den Kreis geschlagen.

So sah das Ganze nach dem Bügeln aus.

So sah das Ganze nach dem Bügeln aus.

Da der Stoff auf Zug sofort reagiert, ging das nur so ungefähr, weshalb ich anschließend alles mit Fineliner nachzeichnen musste. Auch die feinen Linien und die Details sind mit Fineliner gezeichnet, allerdings ohne Vorzeichnung. Bei dem einen Tiermotiv sieht man das auch; da habe ich mich nämlich verzeichnet. Da der Stoff ziemlich saugt, ist der Farbauftrag sehr ungleichmäßig – ein Problem, das sich später, beim Ausmalen noch verstärkt hat. Ich weiß nicht, ob das ein Problem dieses Stoffs oder von gewirkten Stoffen allgemein ist. Auf gewebten Stoffen verläuft die Farbe m. E. weniger bzw. gleichmäßiger

Das zweite Problem ist, dass sich der Textilkleber an einigen Stellen durch den Stoff gesaugt und unschöne Flecken verursacht hat.

Fertiger Flicken

Fertiger Flicken

Um diese Wirkung abzumildern, bzw. die Konturen stärker hervorzuheben und den Flicken gleichzeitig besser zu befestigen, habe ich die Umrisse des Kreuzes und des Kreises nachgestickt und die Ornamente innerhalb des Kreuzes ebenfalls ausgestickt. Für die Ornamente innerhalb des Kreuzes und das Kreuz selber habe ich einen Kettstich verwendet; der Kreisbogen ist mit kleinen Steppstichen nachgearbeitet.

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Mal wieder Hosen flicken …

Manchmal denke ich, dass es Blödsinn ist, über solche Themen zu bloggen, weil ich denke, dass das eigentlich jeder kann. Andererseits habe ich gerade vor ein paar Tagen in der Handarbeitsabteilung eines großen Kaufhauses ein Buch zu genau dem Thema gesehen. Offenbar gibt es also nicht nur Leute, die darüber schreiben, sondern auch Menschen, die das interessant genug finden, um Geld dafür auszugeben. Oder zumindest Verlagsmenschen, die glauben, dass sich damit Geld verdienen lässt.
Ganz so blöd kann es wohl doch nicht sein.

Also schreibe ich jetzt über die nächste durchgewetzte Hose, das Loch auf dem Knie und was daraus wurde. Das Loch ist ein ganz normales Loch, nicht gerade klein, aber auch nicht so groß, dass man die Hose deshalb wegschmeißen müsste. Schon gar nicht, weil mein Kind diese Hose liebt.

Außerdem liebt mein Kind Harry Potter. Was liegt da näher, als beides zu verbinden?

schicker Flicken

Reparo!

Reparo1Als Flicken diente dieses Mal ein Stück aus einer alten Schlafanzughose. Darauf wurden mit Gelstift die Umrisse des Schriftzugs und der gezackte Hintergrund gemalt. Auf besondere Schönheit kommt es hier noch nicht an. Der Schriftzug sollte natürlich lesbar sein, aber bei den Zacken im Hintergrund habe ich etwas nachkorrigiert, wie man auch deutlich sieht.

Reparo2Anschließend wird die Schrift mit Stoffmalfarben ausgemalt. Ich habe dafür Stoffmalstifte in grün, blau und orange verwendet. Da ich nicht gewartet habe, bis eine Farbe getrocknet war, bevor ich mit dem nächsten Buchstaben angefangen habe, sind die Farben ein bisschen ineinander gelaufen. Der entstandene Effekt war nicht beabsichtigt, gefällt mir aber gut.

Reparo3Danach kann der Flicken entlang der Zackenlinien ausgeschnitten und auf die Hose geklebt werden. Da der Stoff recht dünn ist, habe ich von der Beininnenseite einen einfachen ovalen Flicken gegengeklebt. Danach heißt es warten, bis der Kleber trocken ist. Jetzt könnte man ihn schon verwenden, aber erstens hält das nicht gut (die Zacken würden innerhalb von Minuten abstehen und binnen Tagen wäre der Flicken abgerissen) und zweitens entsteht die Raffinesse des Flickens erst durch das Festnähen bzw. -sticken. Die Kanten habe ich mit locker gesetzten kurzem Plattstichen in rotem Nähgarn gesichert, so dass Reste der dunklen Vorzeichnung durchschimmern. Der Clou ist aber die Umrandung der Buchstaben mit Stiel- und gelegentlichen Steppstichen. Sie ist im Gegensatz zu der Umrandung des Zackenhintergrunds sehr sorgfältig gearbeitet und lässt die Buchstaben beinahe plastisch wirken. Dafür sorgt auch das Nähgarn in sehr hellem Blau, das nicht nur im maximalen Kontrast zu Hintergrund und Buchstaben bildet, sondern auch einen silbriger Schimmer um den Schriftzug legt.

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Die Knie gehen bei Kinderjeans meist zuerst drauf. Auch Triangeln, d. h. rechtwinklig verlaufende Risse sind ziemlich häufig, aber kreuzförmige? Mein Großer hat auch das geschafft.

Kreuz am Knie 1

Da solche Risse ziemlich ungewöhnlich sind, wollte ich die Form bewahren, statt einfach irgendeinen Flicken draufzubappen. Also von hinten unterfüttern. Als Futtermaterial habe ich ein Stück aus einem Flanellschlafanzug ausgewählt, das farblich gut zur Hose passt.

Kreuz am Knie 2

Das Hosenbein wird gewendet und das Stoffstück mit Stoffkleber von hinten aufgeklebt. Damit die Klebe nicht versehentlich die Hosenbeine zusammenklebt, schiebe ich einen Katalog hinein.

Kreuz am Knie 3

Nach dem Trocknen habe ich die Konturen des Risses mit Kettenstich nachgestickt. Das Material ist dunkelgraues Baumwollnähgarn. Beim Besticken habe ich darauf geachtet, nicht zu dicht an die Kante zu gehen, damit noch etwas von dem Flicken zu sehen ist.

Schicker Flicken

Schick geflickt – leider ist vom Rot wenig zu sehen.

 

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… und meine Kinder haben kaum noch heile Hosen. Höchste Zeit daran etwas zu ändern. Höchste Zeit für ein paar Flickarbeiten.

Das Erste wurde eine aufgehende Sonne.

Einen gelben Stoffrest hatte ich noch. Damit daraus eine Sonne wird, wird mit Kugelschreiber ein Kreis auf die Rückseite  gemalt, dessen Durchmesser in etwa der Länge des Risses entspricht (ein Halbkreis zwar täte es auch, aber dann müsste ich präziser arbeiten und dazu habe ich bei Flickarbeiten wenig Lust). Dann wird der Kreis ausgeschnitten und in den Riss geschoben, dass die „Sonne“ den Riss vollständig ausfüllt.

Damit beim Nähen nichts verrutscht, habe ich den Flicken anschließend mit Textilkleber festgeklebt. Nachdem der getrocknet war, habe ich zuerst die „Spiegelung“ unten gestickt. Als Material diente normales Nähgarn. Bei den Stichen handelt es sich um einfache Vorstiche, die ohne festgelegtes Muster über- und nebeneinander gesetzt wurden. Erst danach wurde die Sonne mit kleinen Plattstichen befestigt.

Die Sonne geht auf – oder unter?

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Nicht, dass ich nichts zu tun hätte, aber gestern hat mich die Lust gepackt mal wieder was hübsches, buntes mit Nadel und Faden zu machen. Etwas gesticktes nach Möglichkeit …
Allerdings wusste ich nicht so recht, was.
Da ist es von Vorteil, zwei Söhne zu haben. Söhne sorgen durch die bloße Existenz dafür, dass nie Mangel an kleinen Näh- und Flickprojekten herrscht. Ein Griff in die Handarbeitskiste und ich hatte eine Hose mit Loch neben dem Knie und einer dünnen Stelle darunter in der Hand. Eine ungewöhnliche Kombination; sonst sind immer nur die Knie durchgescheuert.

Die Idee lag nahe, beide Stellen irgendwie zu verbinden. Oben was Großes, unten was Kleines, beides verbunden, das gibt – einen Heißluftballon.
Kurze Rücksprache mit Kind, ob Heißluftballons nicht uncool sind?
Sind sie nicht.
„Ok, welche Farben?“
„Du wirst schon die richtigen finden.“
Na, dann … Obwohl ich weiß, dass er poppige Farben mag, entscheide ich mich für ein eher gedecktes Grün für den Ballon in Kombination mit Orange- und Blautönen. Dazu ein bisschen Gold. Nicht nur Mädchen lieben Glitter.

Das ist schließlich Heißluftballondaraus geworden:

Die Ballonform habe ich direkt auf den Stoff gemalt, ausgeschnitten und mit Textilkleber über das größere Loch geklebt. Leider habe ich zu spät bemerkt, dass ich etwas von dem Kleber an den Daumen bekommen habe. Deshalb hat der Ballon jetzt einen kleinen Fleck.

Da sich geklebte Flicken nach ein paar Wäschen wieder lösen, ist es sinnvoll, sie zusätzlich festzunähen. Und was man nähen muss, kann man auch Sticken.
Den Nahtverlauf habe ich wieder aufgemalt. Was nicht übernäht wird, verschwindet bei der nächsten Wäsche.

Für die langen Querbänder habe ich Goldfaden aus Metallic-Draht genommen, die kürzeren sind aus normalem Baumwollstickgarn. Beide sind – genau wie die unteren Halteseile –  in Anlegetechnik aufgestickt.

Goldstickerei

In Anlegetechnik aufgesticktes Metallic-Garn

Mit dieser Form des Stickens hatte ich bisher noch keine Erfahrung, wollte sie aber schon seit einer Weile ausprobieren. Im Regal liegt nämlich noch ein Röllchen echter Goldlahn …

Auf Dauer war mir das Gewurstel mit zwei Fäden aber zu umständlich, deshalb habe ich die restlichen Halteseile im Spaltstich gestickt.
Außerdem musste ich eine Umrandung um den Ballon sticken, weil der Stoff leider furchtbar franst. Diese Umrandung habe ich in einer Art Plattstich ausgeführt.
Die Gondel ist ebenfalls im Plattstich ausgeführt, in den anschließend ein zweiter Faden verwebt wurde. Der kleine, heraushängende Faden ist eigentlich der lose Anfang eines der Fäden, mit denen ich die Halteseile umstickt habe.  Statt einen Knoten zu machen lasse diese Enden oft herausstehen und versäubere sie sie später. Hier passte der Faden aber wunderbar ins Bild – ein Halteseil, vielleicht gerissen, vielleicht aber auch, um den Ballon irgendwann, irgendwo wieder fest zu machen.

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Gestern abend „nebenbei“ erledigt: Die Hose war auf beiden Knieen durchgewetzt. Um sie zu flicken habe ich aus einem Jeansrest runde Flicken ausgeschnitten und diese mit Textilkleber festgeklebt. Die Ränder habe ich anschließend mit Stickgarn im Langettenstich umsäumt, damit sie nicht ausfransen. Durch die Verwendung mehrer Farben haben sie einen zusätzlichen Ziercharakter bekommen.

Flicken auf einer Kinderjeans

Durch die Verwendung mehrerer Farben entstehen schöne Verläufe.

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Das Jungs öfter mal mit zerrissenen Klamotten nach Hause kommen, ist ja nichts Neues. Wie mein Sohn es geschafft hat, sich unterhalb des Halsbündchens ein Loch in sein Shirt zu reißen, ist mir allerdings unklar.

Das ist es: Nicht groß, aber ärgerlich.

Im Grunde genommen ist es ja auch egal. Nur das Loch war mir nicht egal, denn das Shirt war relativ neu. Wegschmeißen kam daher nicht in Frage. Einfach zusammenziehen ging nicht, dafür war das Loch zu groß. Das Kind mit Loch im Shirt rumrennen zu lassen, kam aber auch nicht in Frage. Also musste eine kreative Lösung her.

Mein Sohn wünschte sich etwas mit Drachen. Aber da einen richtig schönen, großen Drachen hinzusetzen, klappt nicht. Dazu ist das Loch zu dicht am Rand. Ein Minidrache also … Die herkömmlichen Textilstifte sind für so ein Projekt viel zu dick, aber vor einiger Zeit habe ich entdeckt, dass man mit Hybridrollern prima auch Textilien bemalen kann. Die Striche bleiben klar und gehen auch beim Waschen nicht raus (jedenfalls nicht bei 40°C).

Der Drache

Den Rand habe ich bewusst ein bisschen zippelig geschnitten und das Ganze dann mit Kettstich auf dem Shirt festgenäht. Nun sieht so ein Minidrache auch auf einem Kindershirt ziemlich verloren aus. Aber noch einer? Oder gleich ein ganzer Schwarm? Sooo gerne mag Sohnemann diese Biester auch nicht. Dann lieber etwas ornamentales. Da hatten wir doch noch ein paar Stempel … Und Stempelfarbe hält auch prima auf Textilien. Also kam noch ein zweiter kleiner Flicken dazu, diesmal ein Rechteck.

Ornamentflicken

Und weil alle guten Dinge drei sind, habe ich auch noch eine Rhombe aus Jeansstoff aufgenäht. Das Ergebnis sah dann so aus:

 

Shirt mit aufgesetzten Flicken

Shirt im Vintage-Look

Vielleicht kommt irgendwann noch ein Flicken auf den Ärmel.

 

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