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Posts Tagged ‘Fingerloop’

Zwei Dinge kann eine Frau selbst im Mittelalter nicht genug besitzen: Taschen und Bänder. Bänder für die Haare, als Verzierung, zum Schnüren von Kleidung – oder Taschen. Gerade habe ich wieder ein paar gezwirbelt (fingergeloopt oder fingerschlaufengeflochten klingt so plump).

Hübsch und schnell gemacht

Hübsch und schnell gemacht

Die hier sind aus Nähseide mit je sechs Schlaufen (drei auf jeder Seite). Damit habe ich jetzt wieder ein paar schöne Haarbänder für meine Zofe.

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Den Halsausschnitt der Leinentunika wird mit einer Kombination aus Schlinge und Knöpfchen geschlossen.

Verschluss der Leinentunika

So sieht das in geschlossenem Zustand aus

Das Knöpfchen besteht aus einem kurzen, zum Band genähten Stoffstreifen, der oben verknotet wird. Anschließend habe ich das Ganze zur besseren Stabilität vernäht.

Knöpfchen

Das Knöpfchen

Die Schlinge ist aus fünf Schlaufen geflochten (Fingerloop). Nachdem ich lange Zeit hauptsächlich runde Bänder geflochten habe, habe ich mich hier für ein breiteres Band entschieden. Diese Variante entsteht, wenn man die Schlaufen nicht nur von einer Hand zur anderen wechselt, sonder teils durch andere hindurchzieht, teils daran vorbei führt. Das Muster ist auf beiden Seiten unterschiedlich; auf der einen erscheint eine Art Fischgrat, die andere erinnert an ein gewebtes Band.

kurzes, aus Schlaufen geflochtenes Bändchen

Die geflochtene Schlinge

Ich muss gestehen, dass ich keinen Beleg dafür habe, dass diese spezielle Flechtweise auch im 12. Jahrhundert angewendet wurde. Ich weiß nur, dass Nesteln und Posamente allgemein in Fingerloop hergestellt wurden. Die Technik selber war also vorhanden.
Und da ich selber durch einfaches Ausprobieren auf diese Variante gekommen bin, halte ich die Annahme für gerechtfertigt, dass sie auch schon im 12. Jahrhundert angewendet wurde.

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Endlich bin ich dazu gekommen, ein Foto von den fertigen Beutelchen zu machen und hochzuladen:

zwei kleine Seidenbeutel mit gestickter Borte und Zugbändern aus Seidengarn

Die fertigen Beutel für die Schachfiguren

Die Bänder sind aus Seidennähgarn mit je sechs Schlaufen fingergeflochten (Fingerloop).

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