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Posts Tagged ‘Experiment’

Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal über den Mythos Ritterrüstung geschrieben. Jetzt ist ein Artikel über eine Versuchsreihe an der Universität Leeds erschienen, bei der man Männer in spätmittelalterlicher Rüstung auf’s Laufband geschickt hat. Auch hier hat sich herausgestellt, dass die Probanden zwar erheblich mehr Kraft aufwenden mussten, als jemand ohne Rüstung – aber sie haben es doch deutlich länger ausgehalten, als die von Prof. Jenks erwähnten Footballspieler. Da in derartigen Rüstungen auch zu Fuß gekämpft wurde, kann man wohl davon ausgehen, dass auch die Behauptung, ein gestürzter Ritter sei so hilflos wie ein auf den Rücken gefallener Käfer ins Reich der Legenden gehört.

Hier geht es zum Artikel in Popular Mechanics

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Im Buch von guter Speise, einer Rezeptsammlung aus dem Mittelalter, gibt es ein Rezept mit Birnen, das mit „eine gute Fülle“ betitelt ist. Dabei soll man die Birnen schälen, vierteln und unter Luftabschluss backen, um sie anschließend mit „der gleichen Menge Honig“ in einem Topf einzukochen.

Gestern habe ich also eine  Birne geschält, geviertelt, das Kerngehäuse rausgeschnitten, die Stücke in eine Auflaufform gelegt und in den Backofen getan. Im Original heißt es, man solle den Tiegel mit Teig verschließen. Ich habe statt dessen Alufolie genommen und die Birnenstücke darunter gut 2 Std. bei 200°C gebacken.
Das Ergebnis ist weiche Birne in säuerlichem Sirup.

Weil es ziemlich spät war, habe ich auf die Weiterverarbeitung erstmal verzichtet.

Heute nun habe ich die Birnenstücke in eine Pfanne gekippt und Honig dran getan. Die Menge gibt Anlass zum Rätseln. Gleich viel, heißt das vom Gewicht her? Vom Raummaß? Alles? Nur der Sirup? Ich habe mich für ein Mittelmaß entschieden und drei Esslöffel genommen. Außerdem habe ich die Birnen ein wenig zerstückelt, auch wenn davon nichts im Rezept steht.

Mal sehen, was daraus wird. Außerdem rätsele ich noch, was man damit wohl gefüllt haben mag.

Nachtrag:
Das Ergebnis ist Marmelade. Sehr süß, aber eindeutig Birne.

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halbe Zitrone und Zitronenpresse

ausgepresstes

Neulich las ich erstaunliche Dinge, was man alles mit ausgequetschten Zitronen machen könne. Spannende Dinge, leider habe ich das Meiste schon wieder vergessen. Hängen geblieben ist aber, dass sie ausgezeichnet zum Putzen sein sollen. Zum Beispiel könne man damit ausgezeichnet diesen schmierigen Grus entfernen, der sich auf Küchenschränken bildet.

Na gut. Bevor ich Zitronen auspresse raspele ich vorher ohnehin die Schale runter und trockne sie, so dass immer Zitronenschale zum Backen oder Kochen da ist. Und wenn es zu viel wird, verarbeite ich sie in einer höchst exklusiven Teemischung.

Aber dass man angeblich auch mit dem Rest etwas anfangen kann, fand ich sehr spannend. Das musste ich ausprobieren!
Als ich heute den Saft einer halben Zitrone brauchte, habe ich die Reste nicht gleich weggeschmissen, sondern damit den Grus behandelt, der sich auf den Glasrähmchen um unsere Lampen abgesetzt hat. Der dadurch entstehende Milchglaseffekt ist zwar auch optisch ansprechend, aber nicht gewollt.
Leider muss ich sagen, dass das Ergebnis mich nicht befriedigt hat. Die Grusschicht ließ sich nach der Behandlung mitnichten wegrubbeln oder -wischen. Sie roch höchstens besser. Dafür waren jetzt aber zusätzlich überall Fruchtfleischknubbel, die prima an dem Grus hafteten.

Es hat dann doch einen Lappen, ein paar Spritzern Spüli und viel Gerubbel gebraucht, um diese Verbindung zu beenden. Aber immerhin sind die Rähmchen wieder sauber. Das nächste Mal kommen sie gleich mit in den Abwasch.

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