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Auch wenn ich lange nichts mehr geschrieben habe, war ich nicht ganz untätig, sondern habe meinem Jüngsten eine neue Brouch genäht. Als Vorlage für den Schnitt musste mal wieder die des afrikanischen Bischofs herhalten – wobei ich inzwischen gelernt habe, dass im Kaukasus, genau gesagt: in Moscevaja Balka, eine ganz ähnliche Hose ausgegraben wurde, die ins Frühmittelalter datiert wird. Ich will daraus jetzt keine Kontinuität herleiten, aber offensichtlich ist man zu verschiedenen Zeiten und an sehr verschiedenen Orten ungefähr auf die gleiche Lösung gekommen. Damit hat dieser Schnitt in meinen Augen aber mindestens die gleiche Berechtigung, wie die Rekonstruktionsvorschläge von Thursfield und Purrucker.

Für Kinder muss der Schnitt allerdings angepasst werden, weil sonst aufgrund der unterschiedlichen Proportionen eine Hüfthose herauskommt, die keiner Bildvorlage entspricht. Deshalb wird oberhalb der Beine nochmal ein Stoffstreifen angenäht.

Kinderbrouch aus Leinen

Kinderbrouch aus Leinen

Jetzt brauche ich (bzw. braucht die Brouch) noch einen Gürtel. Also eine neue Gelegenheit, brettchenweben zu üben. Da ich keinen passenden Webstuhl habe und nirgends etwas, um die Kette festzubinden, habe ich kurzerhand ein Webbrett aus einem übrig gebliebenen Regalboden improvisiert. Weitere Materialien: eine Klemme, ein Duschvorhang-Ring, ein Gummiband, etwas Paket-Klebeband und etwas Paketschnur.

Webbrett_

Das entbehrt zwar jeder historischen Vorlage, weshalb ich es auch nur zuhause verwenden kann. Aber es ging schnell. Die Kette aufzuziehen hat länger gedauert.

 

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Gerade hatte ich eine Diskussion dazu, Käse selber herzustellen. Die meisten schlugen die Zugabe von Zitrone vor. In Indien gibt es wohl eine dementsprechende Tradition. Hier verwendet man allerdings meistens Lab, einen Stoff, der aus Kälbermägen gewonnen wird (bzw. heute auch aus Pilzen). Das hat mich auf die Idee gebracht, es mal mit Labkräutern zu versuchen. Das echte Labkraut heißt mit anderem Namen auch Gelbes Käselabkraut und auf englisch „Cheese rennet“ und Chester-Käse wird auch heute noch unter Zugabe von Labkraut hergestellt.
Jetzt habe ich große Lust bekommen, das auch mal auszuprobieren. Allerdings blüht Labkraut erst etwa ab Mai, so dass erst dann eine sichere Identifizierung möglich ist. Im Garten wächst zwar auch eine der vielen Labkrautarten – aber Käse mit Waldmeistergeschmack kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Vielleicht werde ich hier aber demnächst über Labkrautkäse berichten.

Da die Blüten des echten Labkrauts nach Mandeln und Honig riechen sollen,  möchte ich außerdem versuchen, ein paar Pflanzen für den Garten zu bekommen.

 

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Fertige Finelinerskizze

Fertige Finelinerskizze

Nicht nur die Kinder, auch die Mama hat gelegentlich eine durchgewetzte Hose und braucht einen Flicken. Und weil ich nun mal die sogenannten keltische Muster mag, habe ich eins als Vorlage genommen. Das Original stammt aus dem Buch „The celtic art source book“ von Courtney Davis, aber für meine Zwecke habe ich es so stark vereinfacht und so verändert, dass allenfalls noch die Idee identisch ist.

Als Material für den Flicken diente die Rückenpartie eines ohnehin zerschnittenen alten Kindersweatshirts. Zuerst habe ich mit Bleistift den Kreuzmittelpunkt markiert, dann die Arme des Kreuzes gezeichnet und schließlich den Kreis geschlagen.

So sah das Ganze nach dem Bügeln aus.

So sah das Ganze nach dem Bügeln aus.

Da der Stoff auf Zug sofort reagiert, ging das nur so ungefähr, weshalb ich anschließend alles mit Fineliner nachzeichnen musste. Auch die feinen Linien und die Details sind mit Fineliner gezeichnet, allerdings ohne Vorzeichnung. Bei dem einen Tiermotiv sieht man das auch; da habe ich mich nämlich verzeichnet. Da der Stoff ziemlich saugt, ist der Farbauftrag sehr ungleichmäßig – ein Problem, das sich später, beim Ausmalen noch verstärkt hat. Ich weiß nicht, ob das ein Problem dieses Stoffs oder von gewirkten Stoffen allgemein ist. Auf gewebten Stoffen verläuft die Farbe m. E. weniger bzw. gleichmäßiger

Das zweite Problem ist, dass sich der Textilkleber an einigen Stellen durch den Stoff gesaugt und unschöne Flecken verursacht hat.

Fertiger Flicken

Fertiger Flicken

Um diese Wirkung abzumildern, bzw. die Konturen stärker hervorzuheben und den Flicken gleichzeitig besser zu befestigen, habe ich die Umrisse des Kreuzes und des Kreises nachgestickt und die Ornamente innerhalb des Kreuzes ebenfalls ausgestickt. Für die Ornamente innerhalb des Kreuzes und das Kreuz selber habe ich einen Kettstich verwendet; der Kreisbogen ist mit kleinen Steppstichen nachgearbeitet.

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