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Posts Tagged ‘Borte’

Beinahe fertig. Der Ausschnitt jedenfalls ist es und wenn der Rocksaum umgenäht ist, könnte ich es sogar schon tragen.Fast fertig

Allerdings sind die Ärmel nur provisorisch eingesetzt und die Seiten nur mit einer Naht geschlossen. Auch sonst gefällt mir noch so einiges nicht:

  1. Die Fältelung am Ausschnitt trägt zu stark auf und der Aussschnitt läuft auch nicht richtig spitz zu. Deshalb verzieht sich der Besatzstreifen. Um den glatt zu bekommen werde ich ihn besticken oder Borten aufsetzen müssen. Borten aufzusetzen, hatte ich ohnehin vor, allerdings sind die noch in Arbeit. Daher wäre es auch eine Überlegung, erst den Besatz zu besticken und dann die Borten in den doch recht tiefen Ausschnitt zu setzen.
  2. Die Ärmel beuteln noch zu stark im Rücken und sitzen außerdem zu weit außen. Daher muss ich in der Schulter wohl noch ein Stück wegnehmen.
  3. Wenn ich die Ärmel wie oben skizziert neu ansetze, werden sie ein Stück zu kurz sein. Am Handgelenk muss also noch ein Streifen Stoff angesetzt werden. Falls das nicht reichen sollte, werde ich im Bereich des Oberarms anstückeln.

Da lässt sich also noch eine ganze Menge machen. Allerdings werde ich vorläufig nur die Punkte 2 und 3 in Angriff nehmen, weil sich gerade ganz andere Dinge in den Vordergrund drängen: Sohn 1 braucht dringend eine neue Cotte! Die Alte geht zwar von der Länge her gerade noch (von der Breite sowieso), aber er hat die Ärmel gesprengt. Da kann ich auch gleich neu nähen und die Alte auf Sohn 2 umarbeiten (der aber auch lieber etwas Neues hätte).

Die nächsten Einträge werden sich daher voraussichtlich mit dem Nähen und Ändern von Wollcotten beschäftigen.

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Im Moment hab‘ ich es beim Sticken mit den Mäandermustern.

T-Mäander

Dieses hier ist, wie schon die im letzten Post gezeigte Mäanderborte, der Glockenkasel aus St. Paul im Lavanttal entlehnt. Dort ist es allerdings in Gelbtönen gearbeitet.

Auch sonst ist das hier keine hundertprozentige Replik; dazu ist das Leinen, auf dem ich arbeite zu grob und zu dicht gewebt. Außerdem sticke ich mit chemisch gefärbter Nähseide, die – anders als das Originalstickgarn – natürlich gezwirnt ist. Auch konnte ich in der Ausstellung leider weder erkennen, über wie viele Fäden genau die Stiche auf der Kasel gearbeitet sind, noch mir merken, wie die Richtungswechsel erfolgen.

Trotzdem vermittelt die Borte einen ganz guten Eindruck von der Stickkunst des 12. Jahrhunderts.

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Nachdem ich vor ein paar Tagen die bereits in ein paar Blogeinträgen erwähnte Kasel aus St. Paul im Lavanttal in einer Ausstellung gesehen habe und jetzt weiß, in welchem Stich sie gearbeitet ist, habe ich mich erneut daran gemacht, eines der Muster nachzusticken. Dieses Mal natürlich im „richtigen“ Stich.

Mäanderborte1 klein

Die Borte werde ich später auf das geplante Kleid applizieren.

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Fertig! Obwohl ich gestern abend eine lange Seitennaht wieder auftrennen musste, weil ich das Futter zu „stramm“ gezogen hatte. Dadurch bildete der Oberstoff unschöne Beulen, weil er entlang der Naht nach oben und nach innen gezogen wurde.

Aber nachdem ich alles aufgetrennt und neu (und lockerer) festgesteckt habe, ist der Mantel im zweiten Anlauf problemlos fertig geworden. Am Nachmittag habe ich die Naht bis auf ein ca. 20 cm langes Stück neu genäht. Danach mussten mal wieder die Wohnzimmermöbel Platz machen, damit ich die gestückelten unteren Kanten zurecht schneiden konnte. Anschließend wurde alles gewendet und das noch offene Stück im Matratzenstich geschlossen.

Abwechselnd durch eine Lage Futter und Oberstoff stechen und festziehen

Matratzenstich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut, perfekt ist eine andere Kategorie. Die Nähte müssen noch ein zweites Mal mit etwas Abstand zur Verbindungsnaht abgesteppt werden, damit die Stofflagen nicht gegeneinander verrutschen, was besonders an der Oberkante gerne passiert.
Ich würde außerdem gerne ein schmales Ripsband oder eine andere Blende aufnähen.

Aber schon jetzt kann man ihn tragen und morgen, beim Fotoshooting werde ich ihn das erste Mal ausführen.

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Es ist geschafft: Das Shirt ist fertig; beide Ärmel sind wieder dran und haben entlang der eingesetzten schwarzen Streifen eine schmale Ziernaht bekommen.

Dazu habe ich die Naht zuerst festgesteckt und dann von der Oberseite her mit kleinen Kettstichen festgenäht. Während der Arbeit sah das so aus:

Als Nahtmaterial habe ich einfädiges Baumwoll-Stickgarn benutzt. Und das ist der Einsatz mit Ziernähten auf beiden Seiten:

Von Nahem betrachtet sehen die Nähte nicht ganz so gerade aus, wie auf dem Bild. Genau genommen sind sie sogar ziemlich wellig, aber das fällt beim Tragen zum Glück nicht auf. Trotzdem ist mir das eine Lehre, den Nahtverlauf beim nächsten mal vorher vorzuzeichnen.

Ja, und das ist das fertige Shirt mit den Einsätzen. Zum Vergleich daneben nochmal das Bild vom Shirt vor den Änderungen. Erstaunlicherweise sind die Ärmel gar nicht so viel länger geworden. Aber immerhin gehen sie jetzt wieder bis an die Handgelenke.

ein pflaumenfarbenes Langarmshirt

Das Shirt mit den eingesetzten Stoffstreifen in den Ärmeln
Nachher

Und ja, es ist wirklich das gleiche Shirt, auch wenn die Farben hier sehr unterschiedlich aussehen.

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Eine Frau kann nie genug Beutelchen haben – schon gar nicht, wenn sie eine Living-History-Darstellung betreibt. Ich hatte jetzt einen wunderschönen Anlass, zwei weitere zu nähen: Ein Set mozarabischer Schachfiguren, das Carlo Niato aus Rehgehörn geschnitzt und mir geschenkt hat:

Ein mozarabisches Schachset

Mittelalerliche Schachfiguren

So etwas braucht natürlich ein passendes Behältnis und deshalb habe ich aus je einem Rest Leinen und Seide zwei kleine, mit Leinen gefütterte Beutel genäht. Damit alles richtig sitzt, haben beide eine schmale Borte am Rand bekommen. Als Material für die Stickerei habe ich Seidennähgarn und mit Rotholz gefärbte reale Seide genommen.
Unter der Borte ist eine Reihe kleine Löcher, durch die später eine fingergeflochtene Seidenschnur gezogen wird. Beim rechten Beutel fehlen die meisten allerdings noch. Aber ich finde sie jetzt schon so schön, dass ich sie unbedingt dokumentieren musste.

Zwei kleine, mit Leinen gefütterte Beutel aus Seide mit einer gestickten Borte

Seidenbeutelchen

 

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Der erste Ärmel ist wieder dran.

Nachdem versäubern der Kanten habe ich die Naht sauber abgesteppt, dann den abgeschnittenen Armteil auf rechts gedreht in das offene Armloch geschoben (der Rest war auf links gewendet, wenn man den Pulli auf rechts lässt, muss man den Ärmel auf links wenden!), festgeheftet und den schwarzen Stoffstreifen in der Breite angepasst. Dann ging es wieder von vorne los: Kanten der Unterarmnaht versäubern, Unterarmnaht absteppen, übrige Kanten versäubern, übrige Kanten absteppen.

Der erste schwarze Stoffstreifen ist eingesetzt

Eine schwarze Borte

Und voila! Wieder auf rechts gedreht, sieht das Ganze jetzt so aus:

Die Nähte müssen natürlich noch flach gebügelt werden, aber das mache ich, wenn der zweite Streifen eingesetzt ist. Vielleicht befestige ich die umgeklappte Naht auch noch mit einer Ziernaht, so dass die schwarze Borte optisch etwas tiefer liegt, als der umgebende Stoff. Mal sehen …

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