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Posts Tagged ‘Besatz’

Beinahe fertig. Der Ausschnitt jedenfalls ist es und wenn der Rocksaum umgenäht ist, könnte ich es sogar schon tragen.Fast fertig

Allerdings sind die Ärmel nur provisorisch eingesetzt und die Seiten nur mit einer Naht geschlossen. Auch sonst gefällt mir noch so einiges nicht:

  1. Die Fältelung am Ausschnitt trägt zu stark auf und der Aussschnitt läuft auch nicht richtig spitz zu. Deshalb verzieht sich der Besatzstreifen. Um den glatt zu bekommen werde ich ihn besticken oder Borten aufsetzen müssen. Borten aufzusetzen, hatte ich ohnehin vor, allerdings sind die noch in Arbeit. Daher wäre es auch eine Überlegung, erst den Besatz zu besticken und dann die Borten in den doch recht tiefen Ausschnitt zu setzen.
  2. Die Ärmel beuteln noch zu stark im Rücken und sitzen außerdem zu weit außen. Daher muss ich in der Schulter wohl noch ein Stück wegnehmen.
  3. Wenn ich die Ärmel wie oben skizziert neu ansetze, werden sie ein Stück zu kurz sein. Am Handgelenk muss also noch ein Streifen Stoff angesetzt werden. Falls das nicht reichen sollte, werde ich im Bereich des Oberarms anstückeln.

Da lässt sich also noch eine ganze Menge machen. Allerdings werde ich vorläufig nur die Punkte 2 und 3 in Angriff nehmen, weil sich gerade ganz andere Dinge in den Vordergrund drängen: Sohn 1 braucht dringend eine neue Cotte! Die Alte geht zwar von der Länge her gerade noch (von der Breite sowieso), aber er hat die Ärmel gesprengt. Da kann ich auch gleich neu nähen und die Alte auf Sohn 2 umarbeiten (der aber auch lieber etwas Neues hätte).

Die nächsten Einträge werden sich daher voraussichtlich mit dem Nähen und Ändern von Wollcotten beschäftigen.

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Mittelalterliche Armkugel nach Katrin Kania.

Es geht voran. Inzwischen sind die Seitennähte geschlossen und die Ärmel eingesetzt. Die verursachen allerdings ziemliche Beulen auf dem Rücken,

Zu viel Stoff im Rücken

Zu viel Stoff im Rücken

weshalb ich die Nähte noch nicht umgeklappt und versäubert habe, sondern noch überlege, entweder den Ärmelausschnitt auf dem Rücken tiefer auszuschneiden oder die Ärmelrundung abzuflachen. Momentan bevorzuge ich die Lösung, die Rundung abzuflachen, weil mit jeder Erweiterung des Armausschnitts auch der Radius größer wird. Irgendwann könnte der Ärmel nicht mehr passen und das wäre dann richtig ärgerlich.

Stumpf zulaufender V-Ausschnitt

Stumpf zulaufender V-Ausschnitt

Das Problem muss aber zurückstehen. Jetzt ist erstmal der Ausschnitt dran. Der ist ziemlich tief und v-förmig. Da die Vorderbahn (infolge eine Verwechslung beim Zuschnitt) allerdings 3 cm ist, als die auf dem Rücken, musste ich den Schulterbereich angleichen. Daher habe ich den Ausschnitt nicht spitz, sondern trapezförmig zugeschnitten, d. h. anstelle in einer Spitze endet der Ausschnitt in einer ca. 3 cm breite Fläche.

Insgesamt werden das neun Reihen

Insgesamt werden das neun Reihen

Um daraus einen spitzen Ausschnitt zu machen, der die Breite angleicht, habe ich den Stoff unterhalb dieser Fläche wie bei Smokarbeiten eingereiht und die Reihfäden dann festgezogen, so dass sich der Stoff in viele kleine Fältchen gelegt hat. Diese Fältchen habe ich anschließend mit Überwendlingsstichen auf der Rückseite fixiert.

Die Falten nach dem Fixieren

Die Falten nach dem Fixieren

Sie verschwinden zwar nachher unter dem Besatz, aber ich hoffe auf diese Weise einen schöneren Faltenwurf unterhalb des Besatzes zu erzielen, als wenn ich den einfach so aufgenäht hätte.

Zur Zeit nähe ich gerade die Besätze auf. Dabei handelt es sich um zwei Streifen aus krapp-orange-farbiger Seide, die ich wie üblich zuerst von links (innen) mit Vorstichen festnähe,

Besatz vor dem Umklappen

Besatz vor dem Umklappen

dann umklappe und –  damit sie gut halten – an der Kante noch einmal feststeppe.

Im nächsten Schritt wird die noch offene Schnittkante untergeschlagen und ebenfalls festgesteppt.

Oben: Besatz auf rechts gewendet

Oben: Besatz auf rechts gewendet

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Endlich ist auch der Halsausschnitt der Tunika fertig. Das Ding hat mich wirklich Nerven gekostet. Erst zog es unten den Stoff der Tunika in Falten, jetzt kräuselt es sich oben und ich habe mich bestimmt ein halbes Dutzend Male geärgert, dass ich ausgerechnet für eine Kindertunika so viel Aufwand betreibe. Bei den vorherigen habe ich das schließlich auch nicht gemacht.
Andererseits: Es hat sich gelohnt. Ich finde jedenfalls, dass es jetzt richtig gut aussieht.

Ausschnitt in geschlossenem Zustand

geschlossen

geöffneter Ausschnitt

aufgeklappt

Der  Besatzstreifen ist ein Rest eines Unterkleides aus extrem feinen Leinen; ein schmaler Stoffstreifen, der beim Abstecken des Rocksaums übrig geblieben ist.  Ich habe ihn erst von der Rückseite her in den Ausschnitt genäht, umgeklappt und für den besseren Sitz nochmal eng abgesteppt.

erneutes Feststecken der Blende am Ausschnitt

So sieht das von unten aus.

Anschließend habe ich den unteren Rand umgeklappt, das Ganze von unten her festgesteckt und mit kleinen Überwendlingsstichen angenäht.

Annähen der Blende mit feinen Überwendlingsstichen

Die Nadel erfasst nur einen Faden des Tunikastoffes und ein winziges Stück der Blende

Viel Arbeit, wie gesagt.

Aber gerade die Kindersachen sind natürlich prima Übungsobjekte. Weil von vornherein klar ist, dass sie nur eine begrenzte Zeit passen, gehe ich viel freier und unbeschwerter ans Nähen und probiere eher mal was aus. Wenn’s nicht sitzt, wird etwas Neues genäht und das Alte spätestens im nächsten Winter wieder aufgetrennt und in einem neuen Projekt verarbeitet.

Was jetzt noch fehlt, ist ein Verschluss. Ich habe aber nicht das Herz, wie bei der Vorlage einfach ein Loch in den Stoff zu machen und eine Kordel durchzuziehen. Daher werde ich wie bei dem Hemd von Thomas Beckett ein Knöpfchen aus Stoff auf die linke Seite setzen und auf die rechte eine Schlinge.

Das hier ist übrigens die Vorlage:

Detail vom Halsausschnitt der Tunicella Roger II

Tunicella von Roger II
weltliche Schatzkammer Wien

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Bin gerade genervt. Eigentlich wollte ich die Tunika heute fertig bekommen. Aber dann habe ich den Besatz am Hals falsch angenäht und musste zwei Nähte wieder auftrennen. Handnaht ist deutlich haltbarer als Maschinennaht und entsprechend schwer aufzutrennen. Schöne, fein gestichelte Handnähte sind in der Hinsicht die Hölle.

Ok, morgen wieder. Dann gibt es auch Bilder.

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