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Posts Tagged ‘Adel’

Doch, es geht weiter. Inzwischen sind die Schulternähte geschlossen und es wird Zeit, die Ärmel anzusetzen. Damit kommt jetzt der Teil, vor dem es mich schon die ganze Zeit gruselt: Das Zuschneiden der Armkugel. Bisher sind die Ärmel nämlich „klassisch“, d. h. sie schließen oben glatt ab, wie bei der bereits vorgestellten Kindertunika.

Weil ich so eVorbereitung der Armkugeline Armkugel noch nie zugeschnitten habe und doch ein kleiner Feigling bin (selbst wenn das Experiment schief gehen sollte, habe ich noch genug Stoff für neue Ärmel in Reserve), habe ich erst noch einmal einen langen Blick in das Buch von Katrin Kania geworfen, bevor ich die Ärmel auf links aufeinandergelegt und die ungefähre Schnittlinie dann mit Stecknadeln markiert habe. Danach habe ich die Stecknadeln so lange umgesetzt, bis der Verlauf der Nadelköpfe ziemlich genau der Abbildung im Buch entsprach.

ArmkugelUnd dann habe ich mutig zur Schere gegriffen und den Teil oberhalb der Nadelköpfe abgeschnitten. Auf dem Bild erkennt man deutlich, dass die Ärmel insgesamt noch deutlich weiter sind, als es bei den Kleidern der späteren Jahrhunderte der Fall ist. Daher überlege ich derzeit, ob ich sie wenigstens im unteren Teil enger mache. Andererseits ist mir noch nicht ganz klar, wie lang sie im Endeffekt werden und ob ich nicht noch eine „Manschette“ statt eines Besatzes annähen muss. Daher spare ich mir diese Frage erstmal auf, bis die Ärmel an Ort und Stelle sitzen.

Auch das wird noch spannend, denn mit der Armkugel wird auch das Ein- bzw. Ansetzen der Ärmel kompliziert: Diie stumpfen, „klassischen“ Ärmel kann man längs falten und so die Stelle markieren, bei der der Ärmel oben an der Schulter ansetzt. Die Naht verläuft dann unter dem Arm.
Bei diesem „modernen“ Ärmelschnitt funktioniert das aber nicht, weil die Ärmelmitte (d. h. Delle im Ärmel) auf der Vorderseite liegt, wodurch die Ärmelnaht nach oben auf den Ellenbogen rutscht. Demzufolge muss auch beim Einsetzen des Ärmels anders verfahren werden. Bei diesem Schnitt müssen erst die Seitennähte des Kleides geschlossen werden, um die Lage der Ärmellöcher zu markieren. Dann werden die Ärmel geschlossen, Kleid und Ärmel auf links gewendet und die fertigen Armkegel in die Löcher eingesetzt.

Bis es so weit ist, liegt aber noch eine ganze Menge Näharbeit vor mir. Ich werde aber zu gegebener Zeit berichten. Mit Fotos. Versprochen. Denn das verspricht eine ganze Menge Gezuppel zu werden.

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Der Gürtel für die Zofendarstellung nimmt Gestalt an! Als Grundmaterial habe ich krapp-orangefarbene Seide genommen, doppelt gelegt und mit Überwendlingsstichen zusammengenäht. Innen läuft ein Streifen Leinen und verstärkt das Ganze zusätzlich.
Schon das verwendete Material hätte im 12. Jahrhundert den hohen Stand der Trägerin verraten.

210 cm ist er lang geworden, d. h. er lässt sich nicht nur zu einem schönen Knoten binden, sondern die Enden hängen auch noch höchst dekorativ herunter.
Aber so kann das natürlich nicht bleiben. Noch rollt er sich beim Binden zusammen und würde damit über kurz oder lang wie ein zusammengeknautschter Bademantelgürtel aussehen. Damit das nicht passier, müssen wenigstens die Seiten abgesteppt werden. Vermutlich werde ich aber den ganzen Gürtel rautenförmig mit einen farblich kontrastierenden Faden absteppen. Ich bin mir nur noch nicht ganz schlüssig, ob ich dafür blau oder doch lieber gelb nehmen soll. Momentan tendiere ich zu blau, weil zum Schluss noch die Kreuzstickereien auf die Enden appliziert werden sollen.

So bald der Akku des Fotoapparats wieder aufgeladen ist, gibt es auch Bilder..

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