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Archive for the ‘Alltägliches’ Category

Nein, mit Pudding haben die kleinen Kuchen wenig zu tun. Tatsächlich handelt es sich um Pfannkuchenteig, der in kleinen Formen gebacken wird. Vermutlich kann man davon auch eine süße Variante machen, aber vor allem sind Yorkshire Puddings eine geniale Beilage zu allen Arten von Ragout. Außen knusprig und innen fluffig stehen sie bei uns inzwischen öfter auf dem Speiseplan, seit die Kinder sich einmal herzhafte Pfannkuchen gewünscht hatten und ich keine Lust, dafür ewig am Herd zu stehen.

Die Zutaten sind simpel und die Zubereitung ist denkbar einfach:

  • 2 Eier verschlagen und mit
  • 200 g Mehl,
  • etwas Salz und
  • ca. 200 ml Milch zu einem glatten, flüssigen Teig verrühren.

Ofen auf 200°C vorheizen.

Je 1 TL Öl in die Mulden eines Muffinblechs (für 12 Muffins) geben und im heißen Ofen 5 Minuten erhitzen.

Den Teig ins heiße Öl gießen, dabei die Mulden nur halb füllen, weil die Puddings kräftig aufgehen und alles möglichst schnell wieder in den Ofen schieben.

Ca. 25 min goldbraun backen und sofort essen.

Tipps:

Wer will, pimpt das Ganze mit Kräutern (lecker ist z.B. Thymian) und oder Parmesan.

Dazu passen, wie gesagt, alle Arten von Ragouts, aber auch Sauce Bolognese, Pilzrahm oder Ratatouille. Eigentlich alles, was von sich aus genug Sauce hat.

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HistoFakt vergleicht die Behandlung des Mittelalters im deutschen Fernsehen mit einem „Doku-Drama“ über die Wirtschaftswunderjahre bei der in einer Szene zu sehen ist, wie Konrad Adenauer „mit seinem Smartphone den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy anruft. Der Bundeskanzler wird standesgemäß in einem Citroën Traction Avant 11CV kutschiert, sein Wirtschaftsminister Ludwig Erhard hingegen bevorzugt einen Porsche 911. Überhaupt mag es der CDU-Politiker sportlich: er nimmt gerne in Jeans und Turnschuhen an den Sitzungen des Bundestags teil und spielt in seiner Freizeit Ballerspiele am Computer …“

Ein schöner Vergleich. Ein guter Artikel. Es ist zu hoffen, dass er nicht nur von einigen Wissenschaftlern gelesen wird, sondern auch von denen, die er betrifft.  Die Macher von Geschichtsdokus nämlich.

Leider habe ich manchmal den Eindruck, dass die nicht lesen. Oder höchstens Geschichten. Nichts geschichtliches.

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Gerade hatte ich eine Diskussion dazu, Käse selber herzustellen. Die meisten schlugen die Zugabe von Zitrone vor. In Indien gibt es wohl eine dementsprechende Tradition. Hier verwendet man allerdings meistens Lab, einen Stoff, der aus Kälbermägen gewonnen wird (bzw. heute auch aus Pilzen). Das hat mich auf die Idee gebracht, es mal mit Labkräutern zu versuchen. Das echte Labkraut heißt mit anderem Namen auch Gelbes Käselabkraut und auf englisch „Cheese rennet“ und Chester-Käse wird auch heute noch unter Zugabe von Labkraut hergestellt.
Jetzt habe ich große Lust bekommen, das auch mal auszuprobieren. Allerdings blüht Labkraut erst etwa ab Mai, so dass erst dann eine sichere Identifizierung möglich ist. Im Garten wächst zwar auch eine der vielen Labkrautarten – aber Käse mit Waldmeistergeschmack kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Vielleicht werde ich hier aber demnächst über Labkrautkäse berichten.

Da die Blüten des echten Labkrauts nach Mandeln und Honig riechen sollen,  möchte ich außerdem versuchen, ein paar Pflanzen für den Garten zu bekommen.

 

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Eigentlich sollte das hier ein politikfreies Blog werden. Eines, das sich nur mit den schönen Seiten des Lebens beschäftigt. Aber in manchen Fällen werde ich dann doch eine Ausnahme machen. So wie in diesem.

Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich nicht nur irgendwelche Handarbeiten mache, sondern viele davon für eine historische Darstellung benötige, in die ich ziemlich viel Recherche stecke.  Ich gehe in Museen, lese Ausstellungskataloge, Fundberichte etc. Ohne das alles wäre ich aufgeschmissen.
Nun plant das Land NRW seinen Haushalt u. a. dadurch zu sanieren, dass es die Mittel für Denkmalschutz und Archäologie bis 2015 vollkommen streicht. Das bedeutet u. a. dass viele Bodendenkmäler undokumentiert zerstört werden, weil das Geld für die nötigen Rettungsgrabungen und ihre Dokumentation fehlt. Genauso werden die Mittel fehlen, die Funde fachgerecht zu konservieren und restaurieren. Bestenfalls verschwinden Funde und Grabungsakten im Magazin, schlimmstenfalls zerfallen sie ganz, wie so viele Textilien, von denen nur Beschreibungen aus dem 19. Jahrhundert existieren, oder die in Stralsund entdeckten Einbäume. Auch die historische Bausubstanz zahlreicher Städte wäre in Gefahr; vor allem die vielen privat genutzten Baudenkmäler könnten nicht mehr saniert werden.

Aus diesem Grund und auch, weil ich diese Sparmaßnahmen für einen irrwitzigen Akt kultureller Barbarei halte, bitte ich jeden, der bis hier gelesen hat, den nächsten Link anzuklicken und bei Open Petition dafür zu stimmen, dass Denkmalschutz und Archäologie auch in NRW weiterhin mit Landesmitteln gefördert werden.

Es geht hier um den – im Vergleich zum mehrere Milliarden Euro umfassenden Gesamthaushalt  bescheidenen – Betrag von 12 Millionen. Das sollte einem Land, das sich den Erhalt von Kulturgütern sogar in die Verfassung geschrieben hat, seine Geschichte allemal wert sein!

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HaustürEigentlich finde ich unsere Haustür ganz hübsch. Aber die Fenster erlauben nicht nur den freien Blick auf die Straße, sondern auch den von der Straße in den Flur. Außerdem verwandeln sie sich abends in zwei große dunkle Augen …

Sehr gemütlich ist das nicht. Und auch sonst fehlt dem Flur eindeutig ein bisschen Farbe.
Zuerst hatten wir deshalb angedacht, die Fensterscheiben mit Dekofolie abzukleben. Aber so richtig gefiel uns keins der angebotenen Muster. Da ich Kirchen- und Jugendstilfenster sehr bewundere, hätte ich gerne etwas in dieser Art gehabt.

Die Lösung hieß mal wieder: Selber machen.

Die notwendige „Ausrüstung“ war sogar da: Window-Colours und Schutzhüllen. Fehlten nur die Motive. Die Blüten habe ich schließlich in einem Buch mit verschiedenen Ornamenten gefunden, die Blätter sind freihändig vorgezeichnet.

Die Motive habe ich dann mit silberner Konturenfarbe auf Schutzhüllen vorgezeichnet und anschließend mit verschiedenen Weiß-, Gelb- und Grüntönen, ein bisschen blau und pink ausgemalt. Nach dem Trocknen nur noch abziehen und auf’s Glas kleben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich.

Fensterblumen

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Ein grandioses Rezept, dessen Zutaten ich von Jamie Oliver abgekupfert habe. Allerdings bereite ich die Brownies etwas anders zu.

Man braucht:

  • 200 g dunkle Schokolade (mind. 70% Kakaoanteil)
  • 250 g Butter
  • 4 gr. Eier (Gewichtsklasse L oder 5 kleine)
  • 350 g Zucker
  • 65 g Mehl
  • 80 g Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver

Zubereitung:

  1. Schokolade hacken und mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
  2. In der Zwischenzeit einen Backrahmen oder eine große rechteckige Backform mit Backpapier auskleiden und den Ofen auf 180° C vorheizen.
    Mehl, Kakao und Backpulver in einer Schüssel mischen.
  3. Die Eier und den Zucker mindestens 5 Minuten schaumig schlagen, bis die Masse ganz weiß und cremig ist und sich der Zucker vollkommen gelöst hat. Ich mache das am liebsten mit der Küchenmaschine, weil ich dann nebenbei noch etwas anderes tun kann.
    Wenn die Masse schön fluffig ist, die abgekühlte Schokoladen-Buttermischung unterrühren.
  4. Wenn alles gut vermengt ist, die Mehlmischung dazu geben, ganz kurz unterrühren, die Masse in die vorbereitete Form geben und glatt streichen.
  5. Auf der mittleren Schiene 25 min. backen. Der Teig soll innen noch ein bisschen feucht sein, sonst schmecken die Brownies nicht, weil die Schokolade beim Auskühlen zu sehr aushärtet.

Nach dem Auskühlen in kleine Quadrate schneiden. Das sieht zwar nach nix aus, aber die Dinger haben eine ähnliche Wirkung, wie die Lembas im Herrn der Ringe. Und man isst immer eins zu viel.

 

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Gestern habe ich mir mit einigen Freunden die Ausstellung „Benedikt und die Welt der frühen Klöster“ in Mannheim angesehen. Um es kurz zu sagen: Die Exponate waren z. T. sehr schön, aber leider ist der Titel irreführend. Die Ausstellung vermittelt wenig über Benedikt von Nursia und fast nichts über das Leben im Kloster. Lediglich zu Skriptorien gibt es einen didaktisch sehr schön gemachten Extraraum, außerdem kann man aus den ausgestellten Büchern erschließen, dass sich die Mönche wohl irgendwie auch mit anderen Dingen, als Glaubensfragen, z. B. Heilkunde und Mathematik beschäftigt haben. Aber man erfährt über den Grundsatz ora et labora hinaus nichts über den Inhalt der Benediktsregel. Es fehlen Informationen zu so wichtigen Stichworten wie Simonie und Eigenkirchen. Die Klosterreformen von Gorze, Cluny und Hirsau werden nicht angesprochen, obwohl ein Modell des Klosters von Cluny ausgestellt ist.
Nun könnte man natürlich einwenden, dass diese Themen schon ein wenig speziell seien und in einer Ausstellung schwer umsetzbar sei. Aber man hätte sie wenigstens anhand einer Wandtafel anreißen können. Und dafür, dass Nonnen überhaupt nicht vorkommen, gibt es keine Entschuldigung.

Der zweite Kritikpunkt betrifft die miserable Gestaltung der Ausstellung. Die Beschreibungen der Exponate sind in Täfelchen aus gebürstetem Messing graviert und die Schrift je nach Sprache schwarz (deutsch) und rot (englisch) hinterlegt. Aufgrund der Lichtverhältnisse und des schwachen Kontrasts sind die deutschen Texte schon bei „günstigen“ Bedingungen schlecht und die englischen kaum lesbar. So bald ein Schatten darauf fällt, kann man gar nichts mehr erkennen.
Allerdings sind die Texte auch wenig aussagekräftig. „Kelch 15. Jahrhundert“ wirft im Kontext „Liturgie im Mittelalter“ nicht nur für Besucher ohne entsprechende Vorbildung  nur Fragen auf, statt sie zu beantworten. Jemand, der die katholische Messe wenigstens in Grundzügen kennt, stellt sich unwillkürlich die Frage, inwieweit diese sich von der heutigen unterscheidet. Aber eine Antwort darauf gibt es genauso wenig, wie auf die Frage, was das z. B. Mainzer Geiselverzeichnis (nach der Unterwerfung der Sachsen zwang Karl der Große die sächsischen Adeligen, Söhne als Geiseln zu stellen) mit Benedikt oder den frühen Klöstern zu tun hat. Auch hier hätte leicht mit Wandtafeln Abhilfe geschaffen werden können.

Dass es auch anders geht, zeigen der bereits angesprochene separate Raum zum Skriptorium und ein sehr schön gemachte Film zur Entstehung des St. Gallener Klosterplans. Bei einem Eintrittspreis von 12,- € hätte man davon durchaus mehr erwarten können.

Dass der Ausstellungsbesuch für uns trotzdem kein Reinfall war, lag an den Exponaten. U. a. wurden dort das Adelheidkreuz und die Glockenkasel aus St. Paul im Lavanttal ausgestellt. Beides für uns natürlich hochinteressant. Zur Glockenkasel und den Stickereien darauf werde ich noch mal separat etwas schreiben, da die Annahmen die ich in einigen früheren Blogeiträgen geäußert habe, falsch sind.

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