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Archive for November 2012

Die Knie gehen bei Kinderjeans meist zuerst drauf. Auch Triangeln, d. h. rechtwinklig verlaufende Risse sind ziemlich häufig, aber kreuzförmige? Mein Großer hat auch das geschafft.

Kreuz am Knie 1

Da solche Risse ziemlich ungewöhnlich sind, wollte ich die Form bewahren, statt einfach irgendeinen Flicken draufzubappen. Also von hinten unterfüttern. Als Futtermaterial habe ich ein Stück aus einem Flanellschlafanzug ausgewählt, das farblich gut zur Hose passt.

Kreuz am Knie 2

Das Hosenbein wird gewendet und das Stoffstück mit Stoffkleber von hinten aufgeklebt. Damit die Klebe nicht versehentlich die Hosenbeine zusammenklebt, schiebe ich einen Katalog hinein.

Kreuz am Knie 3

Nach dem Trocknen habe ich die Konturen des Risses mit Kettenstich nachgestickt. Das Material ist dunkelgraues Baumwollnähgarn. Beim Besticken habe ich darauf geachtet, nicht zu dicht an die Kante zu gehen, damit noch etwas von dem Flicken zu sehen ist.

Schicker Flicken

Schick geflickt – leider ist vom Rot wenig zu sehen.

 

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… und meine Kinder haben kaum noch heile Hosen. Höchste Zeit daran etwas zu ändern. Höchste Zeit für ein paar Flickarbeiten.

Das Erste wurde eine aufgehende Sonne.

Einen gelben Stoffrest hatte ich noch. Damit daraus eine Sonne wird, wird mit Kugelschreiber ein Kreis auf die Rückseite  gemalt, dessen Durchmesser in etwa der Länge des Risses entspricht (ein Halbkreis zwar täte es auch, aber dann müsste ich präziser arbeiten und dazu habe ich bei Flickarbeiten wenig Lust). Dann wird der Kreis ausgeschnitten und in den Riss geschoben, dass die „Sonne“ den Riss vollständig ausfüllt.

Damit beim Nähen nichts verrutscht, habe ich den Flicken anschließend mit Textilkleber festgeklebt. Nachdem der getrocknet war, habe ich zuerst die „Spiegelung“ unten gestickt. Als Material diente normales Nähgarn. Bei den Stichen handelt es sich um einfache Vorstiche, die ohne festgelegtes Muster über- und nebeneinander gesetzt wurden. Erst danach wurde die Sonne mit kleinen Plattstichen befestigt.

Die Sonne geht auf – oder unter?

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Umzugskisten auszupacken ist ein wenig, wie Archäologie: Man wühlt sich durch Schichten von Zeugs und findet einen Haufen Müll aber ab und an auch echte Schätze. Das Erste, was ich neulich wiederentdeckt habe, ist eine Uraltstickerei; so ziemlich das erste größere Werk, das ich nach der Grundschule angefangen habe, auf jeden Fall aber das älteste erhaltene. Ich muss etwa 15 gewesen sein, als ich es begonnen habe und damals war ich fasziniert von Gobelins. Und von Fabelwesen, wie unschwer zu erkennen ist.

Nixen und Seedrachen

Wie man außerdem sieht, ist das Ganze ohne Vorlage. Nur die Umrisslinien sind grob vorskizziert. Dadurch passten die Stiche natürlich irgendwann nicht mehr zusammen und das war dann auch das Ende von dieser Stickerei. Trotzdem hat sie all‘ die Jahre in irgendwelchen Schubladen überlebt.

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Wie schon im letzten Post gesagt, bin ich seit neuestem stolze Gartenbesitzerin. Auch wenn manche das Wort Garten vielleicht ein bisschen übertrieben finden werden, für ein ca. 3 x 5 Meter großes Stück Lehmboden (ohne die Terasse gerechnet). Aber ich will darauf ja keine Selbstversorgung betreiben. Und um bei schönem Wetter mit Freunden zu grillen oder einfach nur draußen zu sitzen, reicht es völlig. Oder wird reichen, wenn die Fahrräder von der Terasse verschwunden sind. Aber im Moment ist ohnehin nicht die Zeit zum draußen sitzen und ein Unterstand für die Fahrräder ist ein anderes Projekt.

Im Moment bin ich dabei, Wege zu schaffen. Als Pfade sind sie zwar vorhanden, aber es gibt einen Nachteil: Mit dem Boden aus unserem Garten ließe sich eine Töpferei betreiben. Wenn es geregnet hat, sollte man auf keinen Fall neben die Trampelpfade treten. Der Boden frisst Schuhe – oder versucht es wenigstens. Mein Jüngster hat die Erfahrung schon gemacht; ein Stiefel blieb stecken und als wir ihn mühsam wieder rausgezogen hatten (den Stiefel), klebten ungefähr drei Kilo Lehm dran. Auf den Pfaden bleibt immerhin nicht ganz so viel hängen. Dafür bilden sich schöne Pfützen. Lehm ist bekanntlich wenig wasserdurchlässig.
Also muss ein Pflaster her. Nun bin ich keine Freundin von Gehwegplatten, auch wenn sie sich gut reinigen lassen und man nur alle paar Monate das Moos zwischen den Ritzen herauskratzen muss, damit sie hübsch ordentlich aussehen. Aber danke, nein, das ist ebenso wenig meine Vorstellung von Garten, wie Rasen umrahmt von Blumenbeeten. Das überlasse ich gerne anderen. In meinen Garten sollen außer Gewürz- und Heilkräutern, ein paar Blumen und Beerensträucher. Die Wege dazwischen dürfen gerne ein bisschen krumm sein und wenn zwischen den Ritzen der Steine Moos wächst oder Gras, dann darf es da bleiben. Und weil damit die normale Gehwegplatte ohnehin nicht in Frage kommt, sammle ich Steine.

Heute habe ich wieder zwei Rucksackladungen von der Baustelle mitgebracht: Kiesel, Solnhofer Plattenbruch, Granit, Sandstein …
Wenn jetzt jemand fragt, warum ich das Zeug nicht beim Bauhof kaufe, statt mich abzuschleppen – warum? Warum etwas kaufen, das es direkt vor der Tür gratis gibt? Warum eine halbe Stunde in den Baumarkt fahren (und die gleiche Zeit zurück), wenn man sich währenddessen im Freien bewegen kann? Und warum etwas Fertiges nehmen, wenn das Gefundene mehr Vielfalt bietet? Mir gefallen gerade die Unterschiede in Größe, Form und Farbe.
Die großen Brocken kommen an den Rand. Dazwischen werde ich später Alyssum und Steinbrechgewächse setzen. Die kleineren pflastern das erste Wegstückchen. Bis alles fertig ist, werde ich noch oft laufen müssen. Aber wenn man von oben guckt, sieht es schon ein kleines bisschen nach Garten aus.Der Anfang ist gemacht

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Ja, es gibt mich noch. Nur komme ich im Moment nicht zum Schreiben, weil die letzten Wochen fast ausschließlich mit dem Auspacken von Kartons, dem Aufbau und Befüllen von Regalen und dem Putzen der alten Wohnung ausgefüllt waren. Das Kreativste war noch, die Pflanzen vom Balkon in unser bisschen Garten einzupflanzen. Und ich habe angefangen Steine zu sammeln. Nicht irgendwelche, sondern große Brocken. Bauschutt, Bruchsteine, Feldsteine – alles ist willkommen, so lange es größer als eine Faust ist und eine halbwegs glatte Oberfläche hat. Die Steine sollen später als Beetbegrenzungen und Pflaster für die Wege dienen.

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