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Archive for August 2012

Nachdem langer Pause mal wieder was, obwohl ich eigentlich anderes tun sollte, als zu bloggen: Ein Bild. Eins, auf das ich stolz bin, denn es ist nicht nur schön (ja, Eigenlob …), sondern entspricht auch ziemlich genau der Vorlage. Und das, obwohl ich freihand gezeichnet habe und nach fast einem Jahr Mal-Abstinenz eigentlich aus der Übung sein sollte. Aber nach nicht mal zwei Stunden war ich fertig.

Darf ich also vorstellen: Die Allegorie vom Falken und der Taube. Nach einer französischen Miniatur des ausgehenden 12. Jahrhunderts. Ausgeführt mit Kohle und Tinte auf Leinen.

Vorlage für eine Stickerei

Allegorie vom Falken und der Taube

Das ist ganze ist eine Stickvorlage. Nicht für mich (was ich schon fast bedauere), sondern für den Verein.

Wir treten am Wochenende auf dem Frankfurter Museumsuferfest im archäologischen Museum auf und bieten den Besuchern an, sich selber im Sticken zu probieren. An diesem Bild.
Bin gespannt, wie es am Ende aussieht.

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Im Moment stecke ich bis zum Hals in den Vorbereitungen für die nächsten zwei Termine und komme deshalb kaum zum handarbeiten:

Das erste ist ein Auftritt im Rahmen einer Veranstaltung über Heilpflanzen des Hochmittelalters im botanischen Garten in Frankfurt, bei dem ich eine heilkundige Nonne mime, die die Beschwerden einer Reihe von „Patienten“ nach Rezepten aus dem Causae et curae und anderen hochmittelalterlichen Werken behandelt.
Am Tag drauf treten wir mit dem neuen Programm „Sagenhaft“ auf dem Familienfest im Heidelberger Schloss auf. Mein Part ist eine Legende über den heiligen Martin zu erzählen (ein im Mittelalter sehr populäres Thema) und außerdem den Anfang von Hartmann v. d. Aues „Erec“.

Die Legende vom Hl. Martin habe ich schon zweimal erzählt. Die beiden anderen Parts sind vollkommen neu. Aber seit heute abend steht das Konzept für die Sprechstunde, also bleiben vier Tage um Krankeiten, Diagnose und Therapien auswendig zu lernen und an den Details für den Erec zu feilen.

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Wer in diesem Blog mitliest, weiß, dass ich irgendwann mal ein Shirt zerschnitten habe, um bei einem anderen die Ärmel zu verlängern. Nun, beide Shirts gibt es noch. Auch das abgeschnittene. Nur ist es mir jetzt erst recht zu kurz; der verbleibende Stoff des Rumpfteils bedeckt gerade noch den Busen. Trotzdem finde ich es nach wie vor zu schade zum Wegschmeißen und habe deshalb schon vor längerem beschlossen, ihm neues Leben einzuhauchen.

Nur wie? Das war lange Zeit die Frage. Ich habe damit geliebäugelt, vorne und hinten je ein neues Stoffstück anzusetzen und beide mit einer seitlichen Schnürung zu verbinden. Eine andere Idee war, etwas im Empire-Stil daraus zu machen, Bändchen unter dem Busen und darunter einen faltenreichen Musselinstoff …
Beides sehr reizvolle Ideen, aber für meine Figur suboptimal. Das heißt, die Idee mit dem Bändchen gefällt mir weiterhin, aber statt des Musselins habe ich beschlossen, Häkelspitze zu nehmen.
Auch die Ärmel sollen wenigstens im unteren Teil durch Häkelspitze ersetzt werden. An der richtigen Länge knobele ich momentan noch: Erst unterhalb des Ellenbogens oder lieber schon ab halber Länge Oberarm.

Alles natürlich selbstgehäkelt, alles andere wäre ja langweilig. Häkelschriften habe ich zuhauf rumliegen. Schwarzes Häkelgarn (Nadelstärke 1,75 – 2) ist auch vorhanden. Fehlt nur noch die nötige Zeit. Das wird nämlich wieder so ein Projekt aus der Kategorie „Ich hab‘ ja sonst nichts zu tun“.

Aber wenn mal wieder eine längere Autofahrt ansteht und ich nicht selber fahren muss …

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