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Archive for Mai 2012

Über Pfingsten bin ich mit meiner Gruppe, der IG Wolf e. V. bei der Veranstaltung „Minne und Mühsal – Leben zur Zeit von Richard Löwenherz“ aufgetreten. Dabei habe ich mich unversehens in der Rolle einer Kammerzofe wiedergefunden. Die eigentliche Darstellerin war kurzfristig ausgefallen und da ich mich auch ein wenig in der Materie auskenne, habe ich ihre Rolle übernommen, die Herrin Sofia vor Publikum geschminkt und dabei Schönheitsideal und -mittelchen des Hochmittelalters erklärt.

Dabei bin ich doch eigentlich auf die Nonne aboniert …

Andererseits liegen Heilkunde und Kosmetik in dieser Zeit nicht so weit auseinander (sonst hätte ich den Vortrag nie übernehmen können) und die Vorführung hat mir Riesenspaß gemacht. Daher würde ich die Rolle gerne dauerhaft übernehmen.

Allein: Ich hab‘ nichts anzuziehen!

Das Nonnengewand ist – trotz weiter Ärmel und Zierstickerei – bei weitem zu schlicht, selbst wenn ich es mit Gürtel und Fibeln aufhübsche. Das Gleiche gilt erst recht für das Magdgewand.

Mein nächstes Großprojekt steht damit fest.

Ein paar Gedanken habe ich mir auch schon gemacht. Es soll aus leichter, feiner Wolle sein. Farbig natürlich und überlang, vielleicht mit einer kleinen Schleppe. Außerdem mit Seidenbesätzen am Halsausschnitt und an den Ärmeln. Auf eine Schnürung werde ich in meinem gesetzten Alter aber verzichten.

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Im Moment passiert so viel, dass ich kaum zum Bloggen komme. Ein paar Kindersocken muss noch fertig genadelt werden. Salben und Rouge angemixt und Pillen gedreht werden. Rosenöl kommt heute. Aber heute abend kann ich keine Salben mixen, da muss ich zum Elternabend. Immerhin kann ich die Zeit nutzen und an den Socken weiter arbeiten. Eigentlich müsste ich auch mein Nonnenuntergewand flicken. Und die Löcher in meinen Socken stopfen. Für meine Rolle als Zofe lernen.  Eine Pastete backen, Mittelalterklamotten und Schlafkram packen …
Klingt gar nicht soooooo viel? Aber alles nebenbei. Neben Arbeit, Haushalt, Familie. Außerdem sind es nur noch drei Tage. Freitag Mittag geht es los. Also Schluss mit Tippen – ran!

Und dann folgen hoffentlich entspannte Pfingsttage …

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Huhn mit Vanille – das geht? Das geht! Das Rezept ist eine Abwandlung von Coq au vin, aber eine sehr leckere. Der Vanillegeschmack ist sehr dezent, aber er gibt dem Huhn eine sehr spezielle, feine Note.

Zutaten:

  • 4 Hühnerkeulen
  • 2 große Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 ml Weißwein (z. B. Grauburgunder)
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 250 g kleine Champignons
  • 1 Vanilleschote
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Butterschmalz
  • Salz
  • Petersilie (hatte ich nicht da, deshalb habe ich eine Mischung aus Thymian, Eberraute, Minze, Melisse und Kerbel benutzt)

Zubereitung:

  1. Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Den Knoblauch hacken. Die Vanilleschote halbieren, eine Hälfte auskratzen und die Körnchen mit einem TL Salz mischen. Den Rest der Schote in kleine Stückchen schneiden.
  2. Die Hühnerkeulen waschen, trocken tupfen, im Gelenk durchschneiden und ringsum mit dem Vanillesalz einreiben.
  3. Butterschmalz in einem Bräter zerlassen. Die Hühnerstücke darin rundum scharf anbraten. Zwiebeln, Knoblauch und Vanille zugeben. 2 Min weiter braten. Tomatenmark zugeben und kurz anschwitzen, danach mit Weißwein ablöschen.
  4. Auf die Hälfte einkochen lassen. Dann die Brühe zugeben und die Hitze ganz runterdrehen. Abdecken und die Hüherschenkel ca. 50 min schmoren.
  5. Die Champignons putzen, größere Exemplare halbieren. Eine Viertelstunde vor Ende der Garzeit die Champignons zum Huhn geben.
  6. Die Kräuter hacken. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Kräutern bestreuen.

Dazu passen Baguette und ein grüner Salat.

Mjam! Das wird es in Zukunft öfter geben.

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