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Archive for Februar 2012

Der Bericht zum Projekt Halbkreismantel ist durch zwei Fotos ergänzt worden:

Bei (Teil 3) ist ein Foto der gestückelten Unterkante dazu gekommen, bei  (Teil 7) eines vom Matratzenstich.

Ein Foto des fertigen Mantels kommt hoffentlich auch bald dazu.

 

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Das gab es gestern. Im Originalrezept war Mangold vorgesehen, aber da der nicht vorrätig war, habe ich statt dessen Chinakohl genommen. Eine gute Entscheidung!
Für 3 Personen braucht man folgende

Zutaten:

  • 1 haselnussgroßes Stück frischer Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Mokkalöffelchen Harissa (oder eine Peperoni)
  • 300 g Putenschnitzel
  • 4 mittelgroße Möhren
  • 400 g Chinakohl
  • 5 EL Öl
  • 4 EL Sojasauce
  • 1 TL Speisestärke
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • Schale von einer Zitrone

 Zubereitung:

  1. Den Ingwer dünn schälen und fein hacken. Knoblauch ebenfalls fein hacken und mit dem Ingwer und dem Harissa mischen.
  2. Das Fleisch in feine Streifen schneiden und mit 3 EL Sojasauce und der Hälfte der Knoblauch-Ingwer-Mischung vermengen.
  3. Die Möhren schälen und dritteln. Jedes Drittel erst längs in Scheiben und anschließend in Streifen schneiden.
  4. Den Chinakohl waschen. Die Rippen heraus und in 0,5 cm breite Streifen schneiden und unter die Möhren mischen. Das zarte Grün in 1 cm breite Streifen schneiden.
  5. 3 EL Öl im Wok stark erhitzen und das Fleisch darin anbraten. Herausnehmen, bevor es ganz durchgebraten ist.
  6. Die Hitze reduzieren und das restliche Öl zugeben. Möhren, Chinakohlrippen und die Knoblauch-Ingwer-Mischung  darin 3 Min. anbraten. Danach die Blattstreifen vom Chinakohl zugeben und weitere 2 Min. braten.
  7. Stärke, Brühe und Zitronenschale mit 1 EL Sojasauce verrühren. Über das Gemüse gießen und aufkochen. Das Fleisch zugeben, kurz warm werden lassen und servieren.

Dazu schmeckt Reis.

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In Foren taucht recht häufig die Frage nach einem Schnittmuster für Kinderkleidung auf. Eine allgemeingültige Antwort gibt es darauf natürlich schon deshalb nicht, weil es „das Mittelalter“ nicht gegeben hat. Aber für das 12. Jahrhundert lassen sich ein paar Aussagen treffen.

Die erste ist, dass es keine Kinderkleidung im heutigen Sinn gab. Auf Abbildungen begegnen einem Kinder entweder als mumienartig verpackte Babys oder als kleine Erwachsene, wie hier im Codex Falkensteinensis (links und rechts außen).

Das Fehlen von Stramplern o.ä. ergibt durchaus Sinn, wenn man sich vor Augen hält, wie aufwändig die Herstellung von Kleidung im Mittelalter war und dass Babys nach spätestens drei Monaten eine vollständig neue Garnitur brauchen. Wird der Säugling nur in Windeln gewickelt und verschnürt, ergibt sich dieses Problem nicht. Heute kommt einem das vielleicht unnötig grausam vor, aber ähnliche Praktiken werden auch von verschiedenen Naturvölkern praktiziert und tatsächlich kann man sehr kleine Kinder sogar beruhigen, wenn man sie „puckt“, d.h. fest in ein Tuch wickelt.

Spätestens im Krabbelalter braucht das Kind jedoch etwas zum Anziehen. Optimalerweise etwas, das warm hält, leicht zu reinigen ist und einfache Windelwechsel ermöglicht. Also einen Kittel und damit im Prinzip das, was die „Großen“ auch tragen.
Beim Kinderkittel muss vor allem darauf geachtet werden, dass Kinder im Vergleich zu Erwachsenen einen überproportional großen und dicken Kopf haben und erheblich schmalere Schultern haben. Als ich mit Living History anfing, war das durchaus ein Problem, weil es nahezu als Dogma galt, dass es im 12. Jahrhundert keine Verschlüsse außer Fibeln gab. Weil aber Stretch-, Wirk- und Strickstoffe noch nicht erfunden waren, bedeutete das im Ergebnis Sonnenbrand, weil die Kleidung die meinen Kindern über den Kopf ging, ständig von den Schultern rutschte. Aber zum Glück waren die Menschen im 12. Jahrhundert durchaus erfindungsreich, was Halsverschlüsse angeht. Die Tunicella Rogers II wird mit einem Band geschlossen. Die zu den Reichskleinodien gehörende Alba hat eine, mit einer Art Knopf geschlossene Klappe. Und beim genauen Hinsehen finden sich auf verschiedenen Abbildungen noch weitere Varianten.

Wer nicht ständig neue Sachen nähen möchte, sollte außerdem auf einen weiten Sitz achten und alles eher zu lang zuzuschneiden. Lieber einen Ärmel zweimal umkrempeln, als dauernd etwas anzustückeln. Das gilt um so mehr, als Kinder tendentiell eher mehr Kleidungsstücke brauchen, als Erwachsene, weil sie weniger Rücksicht darauf nehmen. Aus dem Grund würde ich auch nicht gerade die besten Stoffe nehmen. Auftrennen und recyceln ist sehr authentisch!

Wie ich jetzt darauf komme?  Am Wochenende habe ich festgestellt, dass die Unterkleidung meiner Süßen zwar noch in der Breite passt, aber das Hemd des Großen nur noch 3/4 Ärmel hat und das des Kleinen kaum noch den Hintern bedeckt. Jetzt überlege ich, ob sich da nochmal was ändern lässt. Das der eine etwas vom anderen erbt, klappt nämlich leider nur im Ausnahmefall und das Hemd des Großen ist dem Kleinen zu eng.

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