Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Oktober 2011

Langsam wird das hier zum Kochblog.

Aber nachdem ich endlich ein Brotrezept gefunden habe, dass allen schmeckt, muss ich das unbedingt aufschreiben. Für ein Brot braucht man:

200 g Roggenvollkornmehl
200 g Dinkelvollkornmehl
200 g Weizenmehl Typ 1050
2 Tl Salz
2 Tl Zucker
1/2 Tl Anis
75 g Sechskornflocken
1 El Zuckerrübensirup
Sauerteig (da ich den selbst ansetze, schwankt die Menge immer ein bisschen)
Wasser

Das Mehl wird mit Salz, Zucker und Anis gemischt. Dann gebe ich den Sauerteig dazu und rühre ihn mit einem Löffel unter. Meist gibt das nur Brösel. Also gebe ich so viel Wasser dazu, bis der Teig knetbar wird und fange an zu kneten.
Inzwischen bin ich überzeugt, dass das Kneten noch einen anderen Sinn hat, als die Zutaten zu vermischen. Der Teig verändert sich nämlich, wird geschmeidiger und hört irgendwann auf an den Fingern zu kleben. Während des Knetens gebe ich weiter Wasser zu, bis der Teig wirklich glatt und geschmeidig ist. Bis das so weit ist, dauert es fünf bis zehn Minuten.
Anschließend muss der Teig gehen. Das kann dauern. Bei Raumtemperatur locker sieben bis neun Stunden. Also den Teig am besten Morgens nach dem Frühstück ansetzen oder abends nach dem Abendessen. Wenn es eilt, kann man ihn aber auch in den auf Minimum angeheizten Ofen stellen (Ofentür offen lassen). Wichtig ist in jedem Fall, ein feuchtes Tuch drüber zu legen, damit die Oberfläche nicht austrocknet.
In der Zwischenzeit die Getreideflocken in etwas Wasser einweichen und mit dem Rübensirup mischen.
Wenn der Teig ungefähr doppelte Größe hat (oder am anderen Morgen), die Getreideflocken zugeben und alles nochmal durchkneten. In eine Brotbackform packen und ihn nochmal für ungefähr eine halbe Stunde gehen lassen.
Danach im vorgeheizten Ofen bei 200°C eine gute Stunde backen. Danach sollte sich das Brot hohl anhören, wenn man dagegen klopft. Wenn es das nicht tut, nochmal für 10 Min. in den Ofen schieben.
Aus der Form nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Read Full Post »

Heute gehen wir grillen. Wird wohl das letzte Mal in diesem Jahr sein. Ich habe einen Nudelsalat zugesagt. Mit Tomaten, Mozzarella und viel Basilikum. So kann ich es noch verwerten, bevor es Opfer der Nachtfröste wird.

Und hier kommt das Rezept:

Zutaten:

  • 250 g Nudeln (welche ist eigentlich egal, besonders hübsch sind Muschelnudeln, aber ich nehme meistens Spaghetti, weil ich die sowieso im Haus habe),
  • 100 g Kirschtomaten
  • 1 Kugel Mozzarella
  • 1 EL gehackte Mandeln
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • jede Menge Basilikum

Zubereitung:

  1. Die Nudeln kochen, abtropfen und auskühlen lassen.
  2. Die Tomaten halbieren, große Tomaten vierteln. Den Mozzarella in Würfel schneiden.
  3. Öl und Essig kräftig verquirlen; die Vinaigrette kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Mandeln unterrühren.
  4. Nudeln, Tomaten, Mozzarella und Vinaigrette mischen.
  5. Die Basilikumblätter von den Stängeln zupfen. Ein paar hübsche für die Deko zurück behalten, den Rest klein schneiden und unter die Nudeln mischen.
  6. Mit den restlichen Basilikumblättern (und vielleicht ein paar Tomatenstücken) garnieren.
  7. Essen!

Schmeckt sehr lecker mit Weißbrot und Butter.

Read Full Post »

Ein Essen, wie ein warmer Oktobertag: sonnig-golden mit etwas Grün

Zutaten:
(für 4 hungrige Mäuler)

2  Zwiebeln
800 g Hokkaido-Kürbis
1 – 1,5 l heiße! Gemüsebrühe
2 EL Butter
8 EL Olivenöl
300 g Risotto-Reis
200 ml trockener Weißwein
8 – 10 Stiele Petersilie
4 EL Walnusskerne
50 g geriebener Parmesankäse
Pfeffer
Salz
1 Prise Zucker

Zubereitung:

  1. Die Zwiebeln würfeln. Den Kürbis putzen, halbieren und die Kerne mit einem Esslöffel rauskratzen. Kürbis in Spalten schneiden, schälen (ich mag die Schale nicht) und das Fruchtfleisch in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden.
  2. Butter mit 2 EL Öl in einer Pfanne schmelzen. Die Zwiebeln und den Zucker dazu geben und glasig dünsten. Kürbis und Reis 2 Min. mitdünsten, dann alles mit dem Weißwein ablöschen. Wenn der Wein vollkommen verkocht ist, etwa 1/3 der Brühe zugeben. Die Brühe muss jetzt unter Rühren verkochen. Wenn sie weg ist, wieder neue Brühe zugeben und wieder einkochen lassen. Dabei immer wieder umrühren. Wenn auch der letzte Rest Flüssigkeit verkocht ist, das letzte Drittel der Brühe zugeben und einkochen lassen. Das Rühren ist jetzt wichtiger denn je!
  3. Inzwischen die Petersilie und die Walnüsse hacken und mit dem rextlichen Öl mischen.
  4. Probieren, ob der Reis weich, aber noch bissfest ist. Wenn er noch Flüssigkeit braucht, etwas heißes Wasser zugeben.
  5. Den Käse untermischen, mit Pfeffer und ggf. Salz abschmecken. Mit dem Petersilien-Walnuss-Öl servieren.

Variante:

Wenn man, wie ich, nur selten Petersilie im Haus, aber Rosmarin auf dem Balkon hat, kann man die Walnuss-Sauce auch damit zubereiten.
Dazu etwa 1 EL Rosmarinnadeln hacken, mit den gehackten Walnusskernen, einer zerdrückten Knoblauchzehe und dem Öl in einen Topf geben und bei kleiner Hitze erwärmen, während das Risotto vor sich hin köchelt. Vor dem Servieren die Knoblauchzehe wieder rausfischen.

Read Full Post »

Der erste Ärmel ist wieder dran.

Nachdem versäubern der Kanten habe ich die Naht sauber abgesteppt, dann den abgeschnittenen Armteil auf rechts gedreht in das offene Armloch geschoben (der Rest war auf links gewendet, wenn man den Pulli auf rechts lässt, muss man den Ärmel auf links wenden!), festgeheftet und den schwarzen Stoffstreifen in der Breite angepasst. Dann ging es wieder von vorne los: Kanten der Unterarmnaht versäubern, Unterarmnaht absteppen, übrige Kanten versäubern, übrige Kanten absteppen.

Der erste schwarze Stoffstreifen ist eingesetzt

Eine schwarze Borte

Und voila! Wieder auf rechts gedreht, sieht das Ganze jetzt so aus:

Die Nähte müssen natürlich noch flach gebügelt werden, aber das mache ich, wenn der zweite Streifen eingesetzt ist. Vielleicht befestige ich die umgeklappte Naht auch noch mit einer Ziernaht, so dass die schwarze Borte optisch etwas tiefer liegt, als der umgebende Stoff. Mal sehen …

Read Full Post »

halbe Zitrone und Zitronenpresse

ausgepresstes

Neulich las ich erstaunliche Dinge, was man alles mit ausgequetschten Zitronen machen könne. Spannende Dinge, leider habe ich das Meiste schon wieder vergessen. Hängen geblieben ist aber, dass sie ausgezeichnet zum Putzen sein sollen. Zum Beispiel könne man damit ausgezeichnet diesen schmierigen Grus entfernen, der sich auf Küchenschränken bildet.

Na gut. Bevor ich Zitronen auspresse raspele ich vorher ohnehin die Schale runter und trockne sie, so dass immer Zitronenschale zum Backen oder Kochen da ist. Und wenn es zu viel wird, verarbeite ich sie in einer höchst exklusiven Teemischung.

Aber dass man angeblich auch mit dem Rest etwas anfangen kann, fand ich sehr spannend. Das musste ich ausprobieren!
Als ich heute den Saft einer halben Zitrone brauchte, habe ich die Reste nicht gleich weggeschmissen, sondern damit den Grus behandelt, der sich auf den Glasrähmchen um unsere Lampen abgesetzt hat. Der dadurch entstehende Milchglaseffekt ist zwar auch optisch ansprechend, aber nicht gewollt.
Leider muss ich sagen, dass das Ergebnis mich nicht befriedigt hat. Die Grusschicht ließ sich nach der Behandlung mitnichten wegrubbeln oder -wischen. Sie roch höchstens besser. Dafür waren jetzt aber zusätzlich überall Fruchtfleischknubbel, die prima an dem Grus hafteten.

Es hat dann doch einen Lappen, ein paar Spritzern Spüli und viel Gerubbel gebraucht, um diese Verbindung zu beenden. Aber immerhin sind die Rähmchen wieder sauber. Das nächste Mal kommen sie gleich mit in den Abwasch.

Read Full Post »

Das ist, wie der Titel schon sagt, nicht „mein“ Rezept, nur ist die Datei, in der ich meine Rezepte gespeichert habe, leider gecrasht … Also bin ich jetzt wieder auf der Suche nach dem ultimativen Käsekuchenrezept. Heute werde ich dieses ausprobieren:

Für den Boden:

  • 150 g Mehl
  • 70 g Zucker
  • 1 Vanillinzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (Größe M) zimmerwarm
  • 70 g zimmerwarme Butter

Für die Füllung:

  • 500g Magerquark
  • 150 g Zucker
  • 1 Vanillinzucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Dose Mandarinen (abtropfen lassen)
  • 3 Eigelb
  • 3 Eiweiß
  • 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen)

Zubereitung:

  1. Die Zutaten für den Teig verkneten, zu einer Kugel formen und kühl stellen.
  2. Ofen auf 150° C vorheizen.
  3. Quark mit Zucker, Vanillinzucker, Puddingpulver und Zitronensaft aufschlagen, Eigelbe zugeben und gut unterrühren.
  4. Das Eiweiß steif schlagen und mit den abgetropften Mandarinen unter die Quarkmasse heben.
  5. Den Teig in eine gefettete Springform drücken und am Rand hochziehen.
  6. Füllung auf den Teig gießen.
  7. Kuchen auf der 1. Schiene von unten 75 – 80 min. backen.

Ein paar Dinge irritieren mich schon, z.B. dass der Mürbteig mit zimmerwarmer Butter zubereitet wird (das habe ich von meiner Mutter anders gelernt!). Oder auch, dass nur 500 g Quark in die Füllung kommen, und dass die ganz ohne Butter auskommt. Aber mal sehen …

Der Teig ist schon mal sehr weich, viel weicher, als Mürbeteig sonst. Beim Backen geht er nochmal ein bisschen auf, so dass der Boden dicker geworden ist, als gedacht.
Außerdem reichte die Backzeit von 80 Minuten nicht ganz aus. Der Kuchen war danach noch sehr wabbelig, weshalb ich ihn im ausgeschalteten Ofen bei nur leicht geöffneter Tür habe auskühlen lassen. Trotzdem ist er stark zusammengefallen und war nachher fester, als ein Käsekuchen eigentlich sein sollte.
Geschmacklich war er aber gut. Deswegen werde ich ihm eine zweite Chance mit einer längeren Backzeit geben.

 

 

Read Full Post »

Derzeit arbeite ich an einer Spitzenborte, die mal so aussehen soll:

Häkelborte

Die Vorlage stammt aus dem 19. Jahrhundert

Zuerst werden die Achten und Rauten in der Mitte gehäkelt.
Für die Achten werden 14 Luftmaschen angeschlagen und zum Ring geschlossen, indem eine Kettmasche in die erste Luftmasche gehäkelt wird. Dann werden weitere 14 Luftmaschen angeschlagen und wieder zum Ring geschlossen. Dabei wird die Kettmasche durch die Verbindungsstelle des 1. Rings gezogen.
Nun wird die Arbeit gewendet. Es folgt eine Luftmasche, anschließend wird die Acht mit festen Maschen und Pikots (4 Luftmaschen anschlagen und mit einer durch die erste Luftmasche gestochenen festen Masche schließen) umhäkelt. Die Reihenfolge ist: Drei feste Maschen, ein Pikot, wieder drei Maschen, 2. Pikot und so weiter bis zum 5. Pikot. Danach folgen wieder drei feste Maschen, eine Luftmasche und dann geht es auf dem zweiten Ring weiter. Auch hier folgt den drei festen Maschen wieder ein Pikot und nach dem 5. Pikot kommen drei feste Maschen und eine Luftmasche.
Jetzt wird es etwas komplizierter, denn jetzt ist man wieder am Anfang (der unteren Seite) angekommen und um zu den Karos überzugehen, muss man auf die obere Seite des Rings. Deshalb wird der Faden hinter die Acht gelegt und mit der Nadel durch die Maschen an der Wendestelle nach oben und dann wie bei einer Kettmasche durch die Schlaufe gezogen. Auf diese Weise werden drei bis vier Kettmaschen gehäkelt.
Für die Rauten werden jetzt dreizehn Luftmaschen angeschlagen, von denen die 13. als Wendemasche dient. In die letzten 9 Luftmaschen werden feste Maschen gehäkelt. Es folgt eine Wendemasche und weitere 9 feste Maschen, die in die hintere Schlinge der Maschen der vorderen Reihe gestochen werden (ich hoffe, dass das verständlich ausgedrückt ist), so dass ein Rippenmuster entsteht. Auf diese Weise häkelt man sechs Reihen, dann ist das Karo fertig.
Es folgen drei Luftmaschen, dann kommt die nächste Acht, wobei die dritte Luftmasche als Bindestelle dient.

Mitte der Borte

Achten und Karos - noch ziemlich fipselig

Das fertige Band aus Achten und Karos sieht ziemlich fipselig aus – gar nicht spitzenmäßig. Deswegen werden im nächsten Schritt ausgehend von der oberen Spitze des letzten Karos Verbindungsbögen gehäkelt (dazu muss man an der Kante des Karos hoch häkeln).
Vom Karo aus gehend häkelt man 5 Luftmaschen und eine feste Masche in den 2. Pikot an der Schlaufe der Acht. Es folgen 10 Luftmaschen und eine feste Masche in den 4. Pikot. Dann kommen wieder 5 Luftmaschen zum nächsten Karo, eine feste Masche in die Spitze und dann geht das Ganze wieder von vorne los.
Wenn die Verbindungsbögen fertig sind, werden sie mit festen Maschen und Pikots umhäkelt. Über die 5 Luftmaschen kommen 3 feste Maschen, ein Pikot und wieder 5 feste Maschen. Über die 10 Luftmaschen werden im Wechsel drei Mal je 3 feste Maschen und ein Pikot gehäkelt, dann folgen noch einmal drei feste Maschen. Die Stege zwischen den Luftmaschen werden ignoriert.

Darüber kommt ein zweiter Steg – wieder mit Luftmaschen als Grundlage. Für die Wende häkelt man 15 Luftmaschen. Es folgt eine Kettmasche in das 1. Pikot über der 10er Reihe in dem unteren Steg. Dann kommen 6 Luftmaschen, eine feste Masche in den dritten Pikot der 10er Reihe, 12 Luftmaschen und eine feste Masche in den 1. Pikot der nächsten 10er Reihe usw.
Auch dieser Steg wird wieder umhäkelt – dieses Mal ausschließlich mit festen Maschen. Über die kurzen Abschnitte werden je  7 feste Maschen gehäkelt, über die langen 13.

Und nun fehlen nur noch die kleinen Randverzierungen, dann ist die erste Seite fertig.
Die Randverzierungen werden wie folgt gearbeitet: In die mittlere Masche jedes Bogens werden ein halbes Stäbchen, ein Pikot (3 zum Ring geschlossene Luftmaschen), 1 halbes Stäbchen, ein Pikot und noch ein halbes Stäbchen gehäkelt. Die Verbindung besteht aus drei Luftmaschen und einem Pikot.

So sieht das Ergebnis aus:

Die Borte ist auf einer Seite fertig

Eine Seite ist fertig, die andere fehlt noch

Jetzt muss nur noch die andere Seite Verbindungsstege bekommen und die Borte ist fertig.

Im Moment bin ich zwar erst mit den Verbindungsstegen der ersten Reihe beschäftigt. Aber da ich die Häkelschrift verlegt habe und dauernd vergesse, wie viele Maschen ich wo häkeln muss, fand ich es eine gute Idee, mir hier Notizen zu machen.

Read Full Post »

Older Posts »